The unknown Zerrer

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Schnabelrock
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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Schnabelrock » Do 17. Aug 2017, 21:54

buttrock hat geschrieben:Nun ja Endstufenzerre kann man sich abschminken, aber als cleane Pedalplattform taugen so 5W Kisten schon ganz ordentlich.



Da gönn ich mir zuhause einen kleinen Rivera ;-)

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Keef
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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Keef » Do 17. Aug 2017, 23:10

Multitone hat geschrieben:Grad wollt ich sagen!
Das klingt vielleicht zuhause in der Donnerberger Ödnis klasse, wo man den Traktor sicherheitshalber volltankt, bevor man zum Nachbarn rüberschaut auf einen Schoppen, aber hier bei uns in den urbanen Biohipstervierteln hätte der Keef ruckzuck aber so was von einen Kommunengesprächskreis an der Backe, da würde selbst er danach auf einen Scholz-Rockman umschulen.

:haha: :laughter: :up:

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Reinhardt
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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Reinhardt » Mi 23. Aug 2017, 21:09

Soll ich eigentlich mal was zum Okko Diablo Gregor Hilden Signature erzählen? Soll ich?

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Spanish Tony
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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Spanish Tony » Mi 23. Aug 2017, 21:30

Wenn es unbedingt sein muss

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Tom
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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Tom » Mi 23. Aug 2017, 22:46

Multitone hat geschrieben:Soll ich eigentlich mal was zum Okko Diablo Gregor Hilden Signature erzählen? Soll ich?

Ach! Den alten verscherbeln und ungut moralischen Druck machen, und dann hinterher Dolchstoßmäßig den Hilden kaufen.
Fühle mich BENUTZT!

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Reinhardt
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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Reinhardt » Do 24. Aug 2017, 10:22

Stimmt, Ihr wolltet ja aaaaalle den alten Diablo haben, ich erinnere mich ... :mrgreen:

also schön: Der alte hätte es durchaus weiter getan, vor allem, weil er viel hübscher aussieht, aber man kommt so schlecht an die Regler im Inneren heran.
;-)
A-B-Vergleich: Der GH scheint mir mehr Gainreserven zu haben. Die beiden Switches für a.) Mid und b.) Input-Push (so eine Art Bright-Schalter wie an alten Fender-Amps) sind tatsächlich superpraktisch für die a.) Tubescreamerisierung bzw. b.) die Anpassung an die Gitarre (SC/HB).
Der Dyn-Regler ist auch lässig, mit ihm kann man ja von Schlappbatterie bis 18 V die Spannungsversorgung regeln. Macht extrem was aus, wenn es um die Süffigkeit und Dynamik des Tons geht. Ob man's braucht ... ich habe nach einiger Zeit den Regler eh auf knapp unter 9V stehen gehabt. Lässt sich ja auch mit entsprechenden Netzteilen regeln.
Mein absoluter Liebling ist aber der zuschaltbare Boost. Selten einen musikalischeren Boost gehört. Ist kein Linear-hau-dB-drauf-bis-zu-Abwinken-Boost, auch kein Treble Booster im eigentlichen Sinne von der Brachialität her. Als Solo-Boost bei merklich Gain ist er fast zu schwach. Macht sich paradoxerweise gerade bei cleanen bzw. jazzigen Sounds richtig gut. Enhanct den Sound und hilft der Ansprache etwas unter den Armen.
Fazit: Ob man die GH-Variante haben muss, wenn es ansonsten im Setup mit dem alten Diablo auch gepasst hätte, glaube ich eher nicht. Wer oft die Kombis von Geräten und Gitarren wechselt, liegt mit dem GH besser.

Den Booster würde ich solo sofort nochmal kaufen. Gibt's den? Der Okko 42 Boost ist wohl nicht dasselbe Gerät.

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Schnabelrock » Do 24. Aug 2017, 14:29

Multitone hat geschrieben:Linear-hau-dB-drauf-bis-zu-Abwinken-Boost



Hatte ich ein paar Mal als 2. Hälfte eines Doppelpedals (z. B. beim Rockett Led Boots). Fand ich immer unbrauchbar und sinnlos. Das gehört zu den Gründen, warum ich seit einer Weile Doppelpedale ausschließe. Eine Hälfte ist immer Scheisse, z. B. auch beim MXR/CAE 402. Da klingt der OD mies.

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Reinhardt » Fr 25. Aug 2017, 20:21

So gesehen sind hier beide Hälften zusammen auf jeden Fall das Geld wert.
So man denn auf den Charakter des Diablo steht, also quasi einen Sapphire Drive von der Signalgüte und der interaktiven Anspache her, der aber eher klingt wie ein alter Guv'nor.

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon silversonic65 » Do 4. Jan 2018, 16:09

Mit guten Vorsätzen für 2018 hab ich mal einen neuen Zerrer getestet:
Bild
Bild
Das Teil ist relativ neu und soll quasi ZZ-Top-in-a-box simulieren.
Hab ihn bisher nur kurz gespielt und kann sagen, dass erinnert tatsächlich an den frühen Gibbons.
Sozusagen eine Mischung aus Overdrive und Fuzz.
Auch ohne jetzt direkt Texas-Rock spielen zu wollen hat das schon was. Sehr anschlagsdynamisch.
Den fehlenden Tone-Regler vermisse ich nicht; das passt. Zu regeln sind lediglich Vol und Gain.
Hab ihn bisher nur an einer Strat getestet. Mit einer Les Paul wäre er vermutlich noch näher dran, am staubigen Wüstenrock.

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Keef » Do 4. Jan 2018, 16:40


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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Spanish Tony » So 14. Jan 2018, 17:48

Ich hab da ein Pedal vom letzten Jahr entdeckt. Den Rockett Rockaway Archer. Ein Archer mit 6 Band EQ. Ich fand den Grundsound vom Archer ziemlich geil, mir hat aber immer was untenrum gefehlt. Das könnte das Ding liefern. Kennt den schon jemand?
https://www.youtube.com/watch?v=zjpp4NuHfas

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon silversonic65 » So 14. Jan 2018, 19:35

Nur aus dem verlinktem Video. Es hört sich nach mehr Gain gegenüber dem Standard Archer an.
Solche tragenden Lead-Sounds bekommt man vermutlich aber nur, wenn der Amp schon verzerrt eingestellt ist.
Jedenfalls eine gute Sache mit dem EQ. Flexibility guaranteed.
Die Beispiele klingen mir aber zur sehr nach "Wespe".

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Keef » Mo 15. Jan 2018, 09:28

Steve Stevens sieht mittlerweile aus wie 'ne alternde Tucke… :laughter: SCNR

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Schnabelrock » Mo 15. Jan 2018, 10:49

Spanish Tony hat geschrieben:ziemlich geil, mir hat aber immer was untenrum gefehlt


Das kann wirklich ein Problem sein. :think:

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Matt 66 » Mo 15. Jan 2018, 10:58

:laughter: :thumbup:

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon silversonic65 » Di 23. Jan 2018, 19:59

Maxon RTO 700
Bild
Auf diesen Verzerrer bin ich gestoßen, weil ich vor Jahren mal einen Ibanez Tube King besaß und mit diesem, in Verbindung mit einem Marshall Bluesbreaker Combo und der alten Junior, einen meiner besten Sounds hatte… bis er dann kaputt ging und durch einen Baldringer Dual Drive ersetzt wurde.
Aber das ist eine andere Geschichte…

Jedenfalls kannte ich den Maxon bislang überhaupt nicht und stieß bei meiner Suche nach einem alten Tube King zufällig darauf. Ibanez und Maxon gehören ja irgendwie zusammen.
RTO steht für Real Tube Overdrive. Angeblich sollen keine klangbeeinflussende Dioden im Signalweg sein (im Gegensatz zum Tube King). Egal, das Ding klingt hervorragend! Aber erst, nachdem ich die interne Electro Harmonix Röhre (harsche Obertöne) durch eine Valvo ersetzt hatte. Eine RCA klingt auch famos!

Ein Röhrentausch ist nicht so einfach wie beim Tube King. Man muss erst die Platine abschrauben, um an den Röhrensockel zu kommen. Der Einfachheit halber habe ich diesen erstmal zugänglich belassen, da ich so verschiedene Röhren durchtesten konnte.

On board ist neben dem Gain- und Outputregler eine Standard 3-fach Klangregelung sowie ein hervorragendes Noise-Gate. Obwohl der RTO auch schon ohne Noise-Gate bei gleichem Level weniger Nebengeräusche, als z.B. der Vemuram Karen erzeugt, herrscht mit Noise-Gate Totenstille (Solo-Sound-Level). Irre!
Das Noise-Gate ist auch viel besser/schneller, als das vom Tube King, was sich insbesondere bemerkbar macht, wenn man mit dem Gitarrenpoti volumenreduzierte Sachen spielt. Da brazzelt es beim TK hörbar durch, während es beim RTO ruhig bleibt (ohne dass etwas beschnitten wird). Ich war nie ein Fan von Noise-Gates und habe lieber versucht, Nebengeräusche erst gar nicht groß entstehen zu lassen. Aber das ist schon großes Kino!

Die klanglichen Parameter würde ich beschreiben als: dynamisch, breit, 3-D, gute Transienten, warm, sehr gute Ansprache, hervorragendes Ansprechen auf das Vol.-Poti.
Im direkten A/B-Vergleich zu Transistor-Geräten fällt insbesondere auf, dass der RTO „größer“ klingt und weniger „Plastik“ im Soundbild zu hören ist. Er verträgt sich auch prima mit den anderen Zerrern auf dem Board. Jedwede Kombinationen sind möglich.

Bauartbedingt hat der RTO gegenüber einem Standardgehäuse ca. die 1,5-fache Größe (schön ist anders) und ist sehr stromhungrig (intern wird auf 12,6V gewandelt bei einem Verbrauch von 400mA).
Das RTO war wohl mal recht teuer (ca. 400 €) und wurde wohl deshalb nie zum Verkaufsschlager.

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Reinhardt » Di 23. Jan 2018, 20:01

Und wie ist der Zerrgrad mit der Valvo? Ist das Crunch oder schon richtig "driven"?

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon silversonic65 » Di 23. Jan 2018, 20:15

Das geht von leichtem Kransch bis volle Möhre. Man kann mit dem Git-Poti von clean auf Solo verzerrt regeln.
In YT gibt es viele, in meinen Ohren, schlechtklingende Beispiele. Man hört da auch (zu) viel Gain und die unschönen
Höhen der EH-Röhre. Die Videos waren für mich daher kein Kaufargument.
Ich habe ein ganz passables Depot an Röhren und war mir ziemlich sicher, etwas brauchbares aus dem Teil rauszuholen.
Hier mal ein Beispiel, wo man die Soundqualität erahnen kann, allerdings mit HB-Git.. Ich spiele ja Singlecoils.
https://www.youtube.com/watch?v=hMRO2KrZIvs

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon spanking the plank » Mi 24. Jan 2018, 06:26

M. E. haben röhrenbetriebene Zerrer eine bessere Dynamik, klingen "ehrlicher" und nicht so nach Plastik.

Ich habe 3 röhrenbetriebene Zerrer; davon zwei von Vox, die kamen ca. 2013 auf den Markt aus der ToneGarage Serie, hatten tolle Besprechungen in Fachzeitschriften (Guitar Player & Guitar World) und klingen auch geil; weil aber kein bekannter YouTube Gitarren-Fuzzy die gegen Entgelt im Internet vorgestellt hat, fristeten sie einen Dornröschenschlaf und somit wurde diese sehr gute Serie von Vox nach etwa 2 1/2 Jahren mangels Verkaufserfolges wieder eingestellt. Gut für mich, ich hab die zwei Zerrer als Restposten bei Session Music für zusammen unter 100 Euro gekauft; der Einzelstraßenpreis pro Zerrer lag 2015 bei 150 Euro! Der eine ist grasgrün, klar was das sein soll, er kann aber nicht nur einen röhrigen, sehr gut klingenden Tubescreamer, sondern bedient auch die Marshall Ecke 1 a. Dann hab ich noch den schwarzen aus dieser Serie, der soll was für die Heavy-Fraktion sein (Mesa etc.); das liefert er auch einwandfrei, man kann ihn aber auch mit weniger Gain sehr "Voxy" einstellen. Man kann beide Zerrer gut über das Volumenpedal der Gitarre steuern; beim Schwarzen muss man dann halt etwas Gain wegnehmen. Funktioniert prima und man bekommt eine andere Färbung für seinen Röhrenamp. Die Dinger funktionieren mit all meinen Fender & Marshall Röhren Amps (5 an der Zahl) und auch mit dem kleinen Engl Gigmaster Head 1 A.

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Re: The unknown Zerrer

Beitragvon Läster Paul » Mi 24. Jan 2018, 16:15

spanking the plank hat geschrieben:M. E. haben röhrenbetriebene Zerrer eine bessere Dynamik, klingen "ehrlicher" und nicht so nach Plastik.

Kann ich mir da nicht gleich einen High-Gain Amp kaufen? Ist ja nicht Anderes. :think:

Ich bin ja der Ansicht, das Transistorzerre dem Sound etwas an Schärfe gibt, was die Röhre alleine nicht hat.
V orausgesetzt, man benutzt einen 808. :victory:


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