The ultimate Zerrer-Test

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silversonic65
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The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon silversonic65 » So 21. Mai 2017, 14:16

The ultimate Zerrertest, Teil 1
Bild

Heute gibt`s etwas mehr zu lesen. Daher vielleicht erst `ne Stulle schmieren und `nen Kaba anrühren, bevor man weiterliest. Die nachfolgenden Pedale habe ich vom (leider) ehemaligen User „Ribot“ leihweise bekommen. Falls er hier mitliest: Vielen Dank dafür nochmal! Nur nebenbei bemerkt: Wir kennen uns nicht persönlich und er hat mir die Pedale von sich aus auf Vertrauensbasis zugeschickt!
Nachdem ich zuerst zuhause in Ruhe über mehrere Tage getestet habe, ging’s anschließend in den Proberaum, um die Zerrer auch im Bandgefüge zu beurteilen. Hier fällt für mich letztlich auch die Entscheidung, ob ich mir ein Pedal kaufe oder nicht. Getestet habe ich nur mit einer Strat, da das ganze sonst ausgeufert wäre, wenn ich auch noch verschiedene Gitarren zum Einsatz gebracht hätte.
Während ich zuhause ganz spartanisch über einen kleinen Peavey Envoy 110 spiele (den ich aber seit Jahrzehnten kenne und daher weiß, was mich später erwartet), hatte ich im Proberaum folgendes im Einsatz:

THC Sunset auf Tonehunter 2x12“ Large, Open back mit Scumback Scumnico und M75 bzw. Celestion Silver Alnicos von 1969.
Damit habe ich als Basis einen warm-klingenden, tragenden und ausgeglichenen Cleansound, der mir schon - für sich genommen - Freude bereitet.

Die Zerrer habe ich abwechselnd auf meinem Board integriert, um zu sehen, wie sich in meiner gewohnten (Board-)Umgebung verhalten. Dabei wurde eine True-Bypass-A/B-Box verwendet, um verzögerungsfrei umschalten zu können; zwischen meinen eigenen und auch zwischen den Testobjekten. Das hat mir – gerade bei ähnlich klingenden Pedalen - schon oft geholfen, Feinheiten zu erkennen. Zudem ist man in der Lage, mitten im Song oder Solo umzuschalten.

Als Vorweg-Fazit kann ich für mich feststellen, dass es sehr, sehr interessant war, solch eine Vielfalt von erlesenen Pedalen in Ruhe testen zu können. Und ja, ich bin teilweise schwach geworden! Sollte mir ein solches Glück nochmal widerfahren, erwarte ich adäquate Unterstützung... weisste Bescheid, Tony! ;-)

Ach ja, ich habe versucht, meine Eindrücke so gut wie möglich wiederzugeben, was nicht einfach ist. Besser wäre es, vergleichbare Aufnahmen zu machen, um die Ergebnisse auch zu hören. Leider habe ich dafür weder das geeignete Equipment noch das entsprechende Know-How solche Aufnahmen zu erstellen. Daher müsst ihr leider nur mein Geschwafel ertragen.
Ich wollte diesen Test erst in Tonys Zerrerthread einbinden, habe aber aufgrund des Umfangs dann doch davon abgesehen und ein eigenen Thread aufgemach. Ich hoffe, das ist ok!?

So, genug gelabert… es geht los:

Moollon Overdrive Bild
Der Moollon ist ein sehr adrett ausschauendes Pedal und meines Wissens einzigartig in dieser Optik. Um einen Vergleich zu haben, wurde von mir mein alter, originaler Ibanez TS808 herangezogen (keine Angst, noch zu DM-Zeiten gekauft), um zu sehen, ob die TS-Gene auch vorhanden sind. Erwartungsgemäß bieten beide Pedale eine nahezu identische Textur im Zerrverhalten. Während der Moollon im Vergleich zum TS808 aber kaum die Bässe beschneidet, bringt letzterer mehr Mittenhonk, was ihn etwas "enger" wirken lässt. Das muss aber nicht zwingend schlechter sein, wenn man z.B. einen bassigen Sound fährt, da der TS dann schön aufräumt. Der Moollon bietet weniger Gegenwehr beim Spielen; fast schon ein Schönfärber, soweit man das bei einem TS sagen kann. TS = Straßenköter - Moollon = Golden Retriever.
Sogar den Bandkollegen fiel auf, dass der Moollon gut klingt. Moollon + Strat Hals-Pu = :up:
Beide Pedale sind mit Buffern ausgestattet, die merklich Höhenverluste in einer Kette ausgleichen, wenn man sie entsprechend positioniert. Der Moollon sieht im Vergleich nicht nur eleganter aus, er klingt auch so. Wenn man einen sehr guten TS sucht: Uneingeschränkt empfehlenswert!

73 Ram`s Head Bild
Von diesem Zerrer habe ich mal im Zusammenhang mit dem Gilmour-Sound gelesen, wenn es darum geht, dessen episch-tragenden Solosound nachzubilden. Gut, dass mir das erst nach dem ersten Testlauf in Erinnerung kam, sonst wäre ich vielleicht meinungsgeprägt an die Sache rangegangen. Jedenfalls liefert das Ram`s Head Zerre ohne Ende. Diese ist eher von feiner und dichter Struktur. Trotz immensen Zerrvermögen matscht hier aber nix. Reaktionen auf das Volumepoti sind ihm nahezu fremd, sprich, zurückgedreht klart nichts wesentlich auf. Dafür bietet das Pedal – trotz seines Zerrvermögens – eine Laufruhe, wie man sie selten bei Zerrern findet. Eine Kombinationen mit dem Shanks verleiht dem ganzen noch mehr Sustain... irre! Ausgestattet mit einem 3-fach Schalter kann man die Mittenstruktur von ausgehöhlt bis geboostet ändern, wobei sich das Ganze zwar subtil, aber dennoch hör- und fühlbar auswirkt. Das erhöht natürlich die Flexibilität des gar nicht mal so teuren Pedals. Und ja, Gilmour hätte bestimmt seine Freude an diesem Zerrer.

Vemuram Karen Bild
Diamond Dave – zu Zeiten, als dieser noch mit dem fabelhaften Jason Becker spielte. Getunter, aber nicht totgetunter Marshall! Fetteste Marshall Zerre eines heiß gemachten JMP/JTM. Mit diesem Zerrer macht solieren Spaß, weil er wenig „Gegenwehr“ liefert und dennoch stabil in den Bässen bleibt! Töne kommen wie flüssiges Gold :tongue2: . Unheimlich inspirierend, da Dinge gelingen, auf die man mit anderen Zerren nicht kommen würde. Klingt bescheuert, aber so war es bei mir.
Der Gain-Regler hat allerdings eine geringe Bandbreite: Selbst bei 0 bzw. 19:00 Uhr-Stellung zerrt er schon „wie Aal“. Danach ändert sich nicht mehr soviel, außer, dass die Zerre dichter wird. Trotz der hohen Gainreserven hat der/die/das Karen kaum Nebengeräusche. Boutique halt. Und auch hier sind sie wieder, die fabelhaften (Hoch-)Mitten, die ich auch schon vom Jan Ray kenne. Die Reaktion auf das Volumepoti ist ähnlich wie beim Rams Head nicht sehr ausgeprägt, aber durchaus praxistauglich. Schade, dass ich meinen ehemaligen Suhr Riot nicht zum Vergleich da habe.
DAS Pedal für DEN Marshall-Solosound!
Es existiert ein Video im Netz, wo Karen mit einem Billo-Bocker-Pedal verglichen wird, da angeblich "baugleich". Im Dienste der Wissenschaft habe ich ein solches geordert, um mir meinen eigenen Eindruck zu verschaffen. Ist noch unterwegs. Zwar habe ich das Karen dann nicht mehr, aber ich traue mir zu, darüber ein Urteil zu fällen, was ich an dieser Stelle noch veröffentlichen werde.

Vemuram Shanks 4 K Bild
Die Überraschung! Dieses Pedal lebt, weil es so lebendig klingt! Einer der dynamischsten Zerrer, die ich kenne. Unheimlich inspirierend und musikalisch klingend! Die Zerrstruktur hat grundsätzlich einen Fuzz-Charakter, welchen man auf der Stirnseite des Pedals feinjustieren kann. Ich habe es meistens in der Stellung „Linksanschlag“, d.h mit geringen Fuzzanteilen, verwendet. So kam es auch zu mir. In dieser Einstellung kann man schrammeln, Picking-Geschichten machen, hier geht eigentlich alles. Der Shanks klingt dabei immer warm und dick. Töne brechen, ja nach Anschlagsstärke, delikat auf oder bleiben clean! Die Saitentrennung dabei ist irre! Und auch hier wieder die magischen Mitten!

Ich nutze den Shanks eigentlich atypisch… nämlich weitestgehend clean. Im Verbund mit dem Okko Coca Comp hatte ich noch nie einen besseren Cleansound: fett, federnd, tragend mit den süßesten Höhen, die man sich vorstellen kann. Der Shanks paart sich auch sehr gern mit Karen oder anderen Pedalen, wenn man ihn davorschaltet.
Mit dem BIAS-Regler an der Stirnseite konnte ich die Nebengeräusche verringern, die auftraten, wenn ich den Shanks zusammen mit dem Coca Comp betrieben habe. Allerdings ist diese Kombi so magisch… da toleriere ich sogar ein paar Nebengeräusche. Nachtrag: Schuld an den Geräuschen waren die Bühnenscheinwerfer im Proberaum, also grünes Licht dafür ;) Der BIAS-Regler ist wohl ursprünglich dafür gedacht, um die temparatursensiblen Germanium-Transistoren im Inneren anzupassen, falls notwendig.

Obwohl ich diese meide, hat das so etwas wie Geschmacksverstärker beim Essen: Man kann einfach nicht aufhören (zu spielen), was eigentlich für alle von mir gespielten Vemuram-Pedale gilt! Fazit: Ich brauche einen Shanks! P.S. Ich habe mittlerweile einen gebrauchten Shanks bekommen :cheer:

Da die Anzahl der Zeichen pro Beitrag limitiert ist, geht`s unten weiter mit Teil 2.
Zuletzt geändert von silversonic65 am Di 11. Jul 2017, 18:27, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon silversonic65 » So 21. Mai 2017, 14:17

The ultimate Zerrertest, Teil 2

Tonehunter Blue Line BildBild
Am Dumble-Ton haben sich ja schon viele Pedalbauer versucht. Unter meinen Füßen waren schon: Hermida Zendrive, MP Simble, Barber Small Fry und Royal Overdrive. Alles schöne und gut klingende Pedale, die sich mehr oder weniger dem originalen Dumble annähern. Einen solchen habe ich zwar noch nicht spielen können, aber ich hatte mal einen Kitty Hawk Standard, welcher schaltungsmäßig einem Dumble entsprechen soll. Die herausragende Eigenschaft hierbei war das „aufbrechen“ der Einzeltöne, die einem das Gefühl geben, das links und rechts vom gespielten Ton noch „Zusatztöne“ aufblühen (Boom?), ohne das etwas vermatscht oder verschmiert. Sorry, ich kann das nicht besser ausdrücken.

Man kann das ganz gut in diesem Vergleichsvideo (ab 1:10) hören: https://www.youtube.com/watch?v=ap6odoC4itw Das bewirkt, dass auch die hohen Saiten einer z.B. tendenziell dünn klingenden (außer meinen;-) Strat über genügend Substanz verfügen, was die Spielfreude fördert. Der Herr Markus kann da mit seinem Bludotone sicher ein Lied drüber singen.
Was ich bei den o.g. Pedalen immer vermisst habe, ist die charaktervolle Mittenstruktur eines Dumbles. Ich höre da immer einen Unterschied. Dieses möchte ich an folgendem Video verdeutlichen: https://www.youtube.com/watch?v=OkK4AYMylLs
Soweit zur Vorgeschichte.

Nun ist die Frage, ob das BlueLine hierzu in der Lage ist!? Schaut man sich die Videos vom Hersteller an, könnte man das meinen… aber das klingt bei anderen Herstellern ja auch oft frappierend ähnlich und in der Praxis sieht`s dann wieder anders aus.
Aber beim BlueLine war ich doch überrascht, wie sehr mich das Pedal an alten Zeiten erinnert hat! Das Pedal klingt nämlich ganz ausgezeichnet!

Allerdings muss man sich mit dem Pedal befassen und erst die passende Einstellung für sein Equipment finden. Ich empfehle, erstmal mit den Kippschaltern seinen bevorzugten Grundsound einzustellen. Das war bei mir zuerst die Kombi "Deep" und "Rock", weil schön dick und tragend mit einer Strat. Die Kombination "Bright" und "Jazz" passt auch gut. Hier sind die Gainreserven deutlich geringer und der Zerrer klingt eigentlich noch typischer nach Dumble, so wie die bekannten User ihn einsetzen (Ford, Carlton).
Dann macht der Voice-Regler noch sehr viel aus. Dieser fungiert praktisch wie ein Tonregler, hat aber darüber hinaus noch zusätzlich eine Auswirkung auf die oberen Mitten und beeinflusst somit auch das Zerrverhalten an sich. Das Pedal reagiert sehr anschlagsdynamisch: Beispielsweise kann man in der Bright/Jazz-Kombination mit Gain auf 15 Uhr von über die Saiten gestreichelten Cleansounds bis hin zu Solosounds alles abdecken. Das hat schon was!

Interessant war der Vergeich mit dem Burnley, meinem primären Solozerrer: Man konnte erreichen, dass sich beide soundmäßig sehr deutlich annährern, weil die Mittenstruktur Ähnlichkeiten aufweist (schau an). Dennoch klang den BlueLine immer "aufgeräumter" und der Burnley "verhangener" bzw. bassiger, ohne dass ich das mit besser oder schlechter beurteilen würde. Ich käme durchaus mit einem BlueLine als Solozerrer klar, obwohl ich mich nicht im typische Dumble-User-Genre bewege, geschweige denn über deren spielerische Fähigkeiten verfüge. ;)

Ach ja, der beschriebene Bloom ist vorhanden und von allen mir getesteten Dumble-like Pedalen gefällt mir das BlueLine mit Abstand am besten.
Hat man einen guten (Röhren-)Ceansound als Basis, kann man sich 99.621 Euro sparen und braucht keinen echten Dumble!
Ich wäre echt geneigt, mir einen BlueLine zuzulegen, aber die Tatsache, dass Ribot mir berichtete, dass der BlueLine seines Kumpels etwas anders (weniger mittig) als seiner klingt, hält mich noch davon ab.

Tonebender MK I Bild
Das Teil war völliges Neuland für mich. Angeblich haben schon die Beatles damit ihr Vergnügen gehabt. Ehrlich gesagt, dachte ich, hier kommt die volle Fuzz-Packung auf mich zu… weit gefehlt! Aber im positiven Sinne, auch wenn man meint, das Teil war vorher mal ein Keil für die Toreinfahrt!!
Das Ding kann schon zerren, aber das hat fast schon was von einem warm klingenden Overdrive. Und dafür muss man ihn auch ordentlich aufdrehen! Vor ein Wah geschaltet fühlt man sich gleich in die 60er zurückversetzt. Der Tonebender ist kein Schönfärber, man muss schon sauber spielen, sonst wird alles gnadenlos aufgedeckt. Aber gerade das hat seinen Reiz! Wer auf Stones, Stoner, The Who und Konsorten steht, wird hier gnadenlos bedient. Eine weitere (positive) Überraschung aus dem Hause Ribot.

Vox Clyde Mc Coy Oxbow Studio Wah Bild
Gehört thematisch streng genommen nicht hierher, aber es war nun mal im Karton und es wäre nachlässig, es nicht zu erwähnen. Von diesem Wah habe ich erst vom sanften Ribot erfahren. Nach meinen Recherchen baut man diese Wah`s in den Oxbow Studios in Kleinstserie, akribisch an den Originalen angelehnt, mit überwiegend originalen NOS-Komponenten. Selbst die Bodenplatte ist exakt nach dem Ursprungs-Wah Clyde Mc Coy gestaltet. Das macht zwar am Klang nix aus, sieht aber trotzdem sehr kommod aus. Schaut man sich die Userliste des Oxbow-Wahs an, findet man u.a. Namen wie Doyle Bramhall II, Oz Noy etc.

An Wah`s hatte bzw. habe ich bislang das Standard Vox V847, Ibanez WH 10, RMC Picture Wah, RMC 10 und ein altes Vox aus den 70ern. Letzteres war lange mein Lieblings-Wah, weil es so unvergleichlich fett und schmatzig klang… bis das originale Poti seinen Geist aufgab. Rettungsversuche mit Deoxit, gutem Zureden und Ersatzpotis waren vergeblich… der gewohnte Klang war nicht wiederherzustellen, bis ich dann irgendwann keinen Bock mehr hatte und schließlich im RMC 10 einen würdigen Nachfolger fand. Deshalb war ich auch so besonders auf das Oxbow gespannt, weil die Hoffnung bestand, dieses Wah könnte ja vielleicht….!?

Lange Rede – kurzer Sinn: Es kann!

Dieses Wah hat für mich den Wow-Faktor! Es ist den Oxbow-Leuten gelungen, hier ein Wah nachzubauen, dass über ein völlig ausgeglichenes Frequenzspektrum verfügt. Entscheidend sind hierbei die charaktervollen Mitten (O-Ton Ribot), was ich nur bestätigen kann! Das macht so richtig chaka-chaka, wie man es aus den "Straßen von San Francisco" oder "Shaft" kennt. Verglichen mit dem RMC10 ist das RMC zwar etwas lauter und kraftvoller, erreicht aber nicht die Eleganz und Souveränität des Oxbow-Wahs. :Geheimtipp:
Und da ja auch Frauen auf Wah-Sounds stehen, musste ich mir direkt eines besorgen, was zufällig zur richtigen Zeit auch noch günstig in den Kleinanzeigen zu erwerben war.
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Ich hatte auch noch einen Rodenberg GAS 720 NG Overdrive, aber nicht mehr die Zeit, diesen ausgiebig zu testen. Jedenfalls hinterlies er bei mir einen postiven Eindruck als Form eines unglaublich vielfältigen Tubescreamers, der wie ein Bulldozer gebaut ist.

Man könnte jetzt den Eindruck haben, dass ich ja alles gut finde, was man mir vor die Füße legt... stimmt aber nicht! Offenbar bestehen zwischen Ribot und mir soundwise Parallelen, daher kann ich kaum oder gar nicht mit Kritik aufwarten. :dontknow:

Euer Silver-Nerd
Zuletzt geändert von silversonic65 am Di 11. Jul 2017, 18:32, insgesamt 4-mal geändert.

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Tom
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Tom » So 21. Mai 2017, 15:32

Danke für deine Berichte!!

Den Riot kann ich dir jederzeit zum Gegencheck schicken, dieses Setup ist momentan bei mir nicht im Einsatz :nick:

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Spanish Tony
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Spanish Tony » So 21. Mai 2017, 17:04

Vielen Dank für deine Mühe! :thumbup:
Also, das Moollon ist ja schon auf dem Weg zu mir ;-)
Und dann hat das Shanks größtes Interesse geweckt. :scratch:
Tja, und das Wah... :scratch: :sick: Eigentlich bin ich mit dem RMC10 seeeeehr zufrieden. Andererseits fand ich Stone und Heller immer schon geil
Die anderen Pedale sind für mich weniger interessant

Ich hatte damals schon den Eindrück, dass der erlesene Geschmack des Sanften durchaus mit Meinem Kompatibel ist. Und wenn ich dann an anderer Stelle eine Empfehlung zum Analogman Bi-Chorus lese, macht mich das auch nervös

Damit der Druck aber nicht zu einseitig ist...Silver, du brauchst ein Roger Mayer Voodoo Vibe :cheer:

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silversonic65
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon silversonic65 » So 21. Mai 2017, 19:34

Tom hat geschrieben:Danke für deine Berichte!!

Den Riot kann ich dir jederzeit zum Gegencheck schicken, dieses Setup ist momentan bei mir nicht im Einsatz :nick:


Danke Tom, aber ich habe die Sachen bereits zurück geschickt. Das wäre interessant gewesen, wenn ich die zeitgleich dagehabt hätte.

Spanish Tony hat geschrieben:Vielen Dank für deine Mühe! :thumbup:
Also, das Moollon ist ja schon auf dem Weg zu mir ;-)
Und dann hat das Shanks größtes Interesse geweckt. :scratch:
Tja, und das Wah... :scratch: :sick: Eigentlich bin ich mit dem RMC10 seeeeehr zufrieden. Andererseits fand ich Stone und Heller immer schon geil
Die anderen Pedale sind für mich weniger interessant

Ich hatte damals schon den Eindrück, dass der erlesene Geschmack des Sanften durchaus mit Meinem Kompatibel ist. Und wenn ich dann an anderer Stelle eine Empfehlung zum Analogman Bi-Chorus lese, macht mich das auch nervös

Damit der Druck aber nicht zu einseitig ist...Silver, du brauchst ein Roger Mayer Voodoo Vibe :cheer:


Harhar, wieso wusste ich das nur mit dem Shanks... ich wollte sogar erst einen diesbezüglich versteckten Hinweis ins Review packen ;-)
Ich war/bin mit dem RMC10 auch sehr zufrieden und dachte zuhause sogar erst, das Oxbow hat keine Chance, weil das RMC lauter ist und
kräftiger klingt. Das suggeriert einem erstmal "besser".
Allerdings unter Bandbedingungen sah die Angelegenheit schon anders aus.
Den Analogman Chorus kenne ich über einen Freund... geiles Teil! Hätte ich nicht den Arion, wäre dies meine erste Wahl!
Dem Vooddoo Weib ged nit, Board isse proppevoll!

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Reinhardt
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Reinhardt » So 21. Mai 2017, 21:49

Danke!! Wundgeschrieben, Donnerwetter.
Mist, jetzt interessiert mich dieser Tonehunter-Scheiß doch.
Und dieser Shanks.
Das kann teuer werden.

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Spanish Tony
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Spanish Tony » So 21. Mai 2017, 21:54

Das kann nicht, das wird :nick:

Zakk_Wylde
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Zakk_Wylde » Mo 22. Mai 2017, 09:21

Die sehen edel aus.

Erst mal Hut ab. Hab jetzt leider nicht sooo viel Zeit. Freue mich schon nachher ausführlich lesen zu können.

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Keef
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Keef » Mo 22. Mai 2017, 10:31

Interessantes Review. Thänx für die Infos.
Den Moollon könnt ich mir mit P90ern auch gut vor dem JTM vorstellen.
Wenn ich das alles so lese - auch im Unknown Zerrer Faden - seh ich erst mal wieder, wie viele Treter es gibt die ich nicht kenne… :oops:
Und jeden Tag werden neue zusammengeschraubt :heat:

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silversonic65
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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon silversonic65 » Di 6. Jun 2017, 15:55

Nachtrag zum Vemuram Karen im Vergleich zum Tone City Golden Plexi

Wie angedroht, hier der Vergleich zwischen den o.g. Pedalen:
Im Netz kursieren ja Vergleichsvideos, wo man bzw. ich schon deutliche Unterschiede hören kann.
Auch in der Praxis waren diese wahrnehmbar. Das Tone City ist beileibe kein schlechtes Pedal, kommt aber
längst nicht an die Qualitäten des Karen ran. Das fängt mit dem Nebengeräuschverhalten an und hört mit den
Wiedergabeeigenschaften, dem Anspracheverhalten und den Mitten auf. Mir macht(e) das Karen einfach deutlich mehr Spaß!

Obgleich mir das Golden Plexi wiederum besser gefällt, als die BOR, weil das GP ausgewogener und nicht so basslastig ist!
Wenn man mit den Einstellungen vorsichtig agiert (bei mir: Gain: 9:00, Vol: 9:00, Tone: 9:30), klingt das GP recht natürlich, wenn
auch immer etwas komprimiert.

Was mir im Vergleich zum Burnley sogar besser (!) gefallen hat, ist das "ehrliche" Wiedergabeverhalten bei z.B. Zwischenpositionen mit der Strat.
Diese waren beim GP wesentlich authentischer, da deutlicher hörbar. Das Burnley macht hier mehr platt!

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Spanish Tony » Di 6. Jun 2017, 17:51

Im Gut und Günstig Forum hättest du mit deinen überzogenen Ansprüchen überhaupt keine Chance.
Teuer ist nicht immer gut. Wann checkst du das endlich?

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon silversonic65 » Di 6. Jun 2017, 20:40

Ich checke schon lange nix mehr.

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon spanking the plank » Do 8. Jun 2017, 09:46

silversonic65 hat geschrieben:Nachtrag zum Vemuram Karen im Vergleich zum Tone City Golden Plexi



Dann ist das "Karen" von den Japanern also auch nur der 1000ste Versuch "den" Plexi Sound nachzuahmen?
Nach Carl Martin, Wampler, Keeley,

Ich wundere mich, dass es dafür überhaupt noch einen "Markt" gibt. Kauft Euch nen alten Marshall :mrgreen:

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Tom » Do 8. Jun 2017, 10:05

Der alte Marshall geht aber nur in einer Lautstärke so wie er soll.
Und das ist mir nicht zu laut, allen anderen (Band, Sängerin, Publikum, FOH) aber schon :dontknow:

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon spanking the plank » Do 8. Jun 2017, 10:18

Deshalb hab ich ja den 18 W Plexi Combo ;-)

Ich hab ja auch mindestens 5 solcher Plexi-Pedale, mal teurer, mal günstiger (Tone City Golden Plexi). Trotzdem finde ich, dass die z. B. aus einem Fender Röhren Amp keinen Marshall machen. Ich hab einen 30 W Marshall JTM 30 Combo mit 2X10 Zoll Lautsprechern (Celestion).
Der klingt, wenn man den "Clean-Kanal" aufdreht, pleximäßiger als Fender-Amps mit den bunten Kistchen davor.
Ist aber auch egal, Hauptsache, es macht Spaß.

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon spanking the plank » Do 8. Jun 2017, 10:28

...ich finde dann das Konzept besser, einen Hot Rodded Marshall Sound in einem Pedal anzubieten.
Beispiel das Friedmann BE-OD. Gain ohne Ende, das ist dann schon cool.

Friedman hat auch noch ein anderes cooles Pedal: Den Sir Compre: Kompressor mit Zerre (Gain). Das gab es bisher nicht und DAS klingt echt geil.

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Keef » Do 8. Jun 2017, 10:40

spanking the plank hat geschrieben:...ich finde dann das Konzept besser, einen Hot Rodded Marshall Sound in einem Pedal anzubieten.
Beispiel das Friedmann BE-OD. Gain ohne Ende, das ist dann schon cool...

Das Teil kostet aber auch schon fast soviel 'Ämp

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon spanking the plank » Do 8. Jun 2017, 10:45

229 Euro kosten die Pedale von Friedman. Das Venuram kostet nur 389 Euo :mrgreen:

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon Schnabelrock » Do 8. Jun 2017, 10:46

spanking the plank hat geschrieben:Friedman hat auch noch ein anderes cooles Pedal: Den Sir Compre: Kompressor mit Zerre (Gain). Das gab es bisher nicht und DAS klingt echt geil.



Klingt erstmal so. Aber tatsächlich gibt es hunderte Overdrives, die nebenbei kompromieren. Das gehört imo zum Kerngeschäft eines solchen Pedals.

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Re: The ultimate Zerrer-Test

Beitragvon spanking the plank » Do 8. Jun 2017, 13:51

Das ist ja ein Compressor Pedal, was zusätzlich die Möglichkeit bietet einen, leichteren Overdrive hinzuzufügen. Über einen Kippschalter im Inneren kann man den leichten OD zu einem MidGain steigern. Durch den Tight-Regler und den Comp kann man den Sound gut verbiegen, nämlich anfetten (auch im Cleanbereich) und noch zusätzlich Gain bis MidGain aktivieren. Ich finde das Konzept gut. Ich bin Keiner, der gerne mit dem Pedal genau den Sound erreichen möchte, den mir der Verstärker sowieso schon liefert. Dann brauch ich ja kein "Effekt"-Pedal. Es soll ja kolorieren. Gerade das finde ich gut.


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