Neues aus der Voodooecke

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Spanish Tony
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Spanish Tony » Do 6. Jul 2017, 23:32

Udo P. hat ja schon vor jahren vom Batterie sound geschwärmt :think:

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silversonic65
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon silversonic65 » Do 6. Jul 2017, 23:38

Udo Panislowski? Der Mann von Berta? Aus Massachusetts?

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Spanish Tony
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Spanish Tony » Do 6. Jul 2017, 23:46

Ein Klavier ein Klavier

Läster Paul
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Läster Paul » Fr 7. Jul 2017, 02:11

Spanish Tony hat geschrieben:Udo P. hat ja schon vor jahren vom Batterie sound geschwärmt :think:

Das ist auch so ein Kappes. :facepalm:
Tatsächlich produzieren die Spannungsregler in Netzteilen Verzerrungen, die den Verzerrer weniger schön klingen lassen. Das lässt sich aber mit einem Widerstand in der Speiseleitung vermeiden. Das wird bei den neueren Netzteilen auch berücksichtigt sein, gehe ich mal von aus.

Das Argument, eine Batterie wegen der Spannungskonstanz gegenüber der Netzspannung zu benutzen ist auch nicht besser.
Das Gegenteil ist der Fall:
Die Spannung einer Batterie liegt im Neuzustand etwa 5% über der Nennspannung, um danach kontinuierlich abzufallen. Also auch Spannungsschwankung. Bei einer Zink-Kohle Batterie geht das recht schnell.

Wenn am Spannungsregler immer die erforderliche Spannungsdifferenz zum Ausgang anliegt, liefert der immer die Nennspannung, egal wie die Spannung am Eingang schwankt. Das ist die Aufgabe des Teils.

Anders ist das bei Röhrenverstärkern:
Die Netzspannung darf um +- 10% schwanken, wenn die Endstufe mit 450V betrieben wird, der Strom 0,1A beträgt, dann wären das etwa 10Watt Unterschied. Das hört man schon.

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silversonic65
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon silversonic65 » Fr 7. Jul 2017, 09:01

Mutter, wir danken dir!

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Tom
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Tom » Fr 7. Jul 2017, 09:48

Läster Paul hat geschrieben:
Spanish Tony hat geschrieben:Udo P. hat ja schon vor jahren vom Batterie sound geschwärmt :think:

Das ist auch so ein Kappes. :facepalm:
Tatsächlich produzieren die Spannungsregler in Netzteilen Verzerrungen, die den Verzerrer weniger schön klingen lassen. Das lässt sich aber mit einem Widerstand in der Speiseleitung vermeiden. Das wird bei den neueren Netzteilen auch berücksichtigt sein, gehe ich mal von aus.

Das Argument, eine Batterie wegen der Spannungskonstanz gegenüber der Netzspannung zu benutzen ist auch nicht besser.
Das Gegenteil ist der Fall:
Die Spannung einer Batterie liegt im Neuzustand etwa 5% über der Nennspannung, um danach kontinuierlich abzufallen. Also auch Spannungsschwankung. Bei einer Zink-Kohle Batterie geht das recht schnell.

Wenn am Spannungsregler immer die erforderliche Spannungsdifferenz zum Ausgang anliegt, liefert der immer die Nennspannung, egal wie die Spannung am Eingang schwankt. Das ist die Aufgabe des Teils.

Anders ist das bei Röhrenverstärkern:
Die Netzspannung darf um +- 10% schwanken, wenn die Endstufe mit 450V betrieben wird, der Strom 0,1A beträgt, dann wären das etwa 10Watt Unterschied. Das hört man schon.

Stimmt das, was der da sagt, Swen?

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Bierschinken
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Bierschinken » Sa 8. Jul 2017, 23:24

In großen Teilen, ja.


Die Netzteile in Amps sind in 99% der Fälle ungeregelt. D.h. Netzspannungsschwankung führt zwigend zu Gerätespannungsschwankung.
Und ja, die ±20V vorne rein hört man, weil eben von 230V auf 370V hochtransformiert wird, d.h. mit einem Verhältnis von 1:1,6.
Da sind ±20V am Eingang dann ±32V am Trafoausgang, macht also irgendwas um ±40-45V auf der Versorgungsspannung und ob da nun 400V, 440V oder 480V auf dem Versorgungsrail liegen, das hört man.
Dass sich die Leistung dann so einfach linear verringert stimmt nicht, aber das ist wiederrum ein anderes Kapitel. Dennoch, die Leistung verringert sich.

Und auch ja, die Batterie beginnt ihr Leben bei 9,XV ich schätze 9,5V und gilt meines Wissens bis 7,5V als "geladen, Betriebstüchtig".
Und auch diesen Unterschied von 2V (das sind immerhin über 20%) hört man bei einem Bodentreter. Die Dynamik wird deutlich verringert.

Dass Spannungsregler Vererrungen verursachen ist mir nicht klar, halte ich zunächst einmal für eine Behauptung, ohne die Hintergründe zu kennen.
Fest steht, dass ein Spannungsregler aus technischer Sicht eine hervorragende Spannungsquelle ist.

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Tom » So 9. Jul 2017, 12:09

Danke Swen!
Danke Paul!

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon silversonic65 » So 9. Jul 2017, 13:07

Unabhängig von der ganzenTheorie, ich vertraue lieber meinen Ohren.

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Spanish Tony
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Spanish Tony » So 9. Jul 2017, 13:23

Ignorant! :laughter:

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon silversonic65 » So 9. Jul 2017, 13:51

Bild
Zuletzt geändert von silversonic65 am Mo 10. Jul 2017, 08:56, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon silversonic65 » So 9. Jul 2017, 14:00

Übrigens: Buffer können den Sound nachteilig beeinflussen.
Insbesondere leiden die Höhen darunter. Die Kompensation von Höhenverlusten durch einen Buffer, bedingt durch die Reduzierung
von Höhen in einer Effektkette, bringt zwar Höhen zurück, aber nach meiner Erfahrung klingen diese oft nixx gutt, weil harsche
Anteile hinzugefügt werden. Dann lieber keinen Buffer und die Höhen am Amp mehr reindrehen, falls erforderlich.

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Tom
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Tom » So 9. Jul 2017, 14:18

Wir sind uns in vielerlei Hinsicht so ähnlich, mein lieber silversonic.
Da kann der Spanier noch so hilflos provozieren: ich bleib dir treu!

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Han Solo » So 9. Jul 2017, 14:20

silversonic65 hat geschrieben:Übrigens: Buffer können den Sound nachteilig beeinflussen.
Insbesondere leiden die Höhen darunter. Die Kompensation von Höhenverlusten durch einen Buffer, bedingt durch die Reduzierung
von Höhen in einer Effektkette, bringt zwar Höhen zurück, aber nach meiner Erfahrung klingen diese oft nixx gutt, weil harsche
Anteile hinzugefügt werden. Dann lieber keinen Buffer und die Höhen am Amp mehr reindrehen, falls erforderlich.


Mit der Theamtik hatte ich mich kürzlich auseinandergesetzt. Der Hintergrund ist, dass ich mit einem Lehle P-Split II das Signal splitte. Ein Signal geht direkt in die Soundkarte, das andere in den Amp, der abmikrofoniert wird. Somit habe ich neben dem aufgenommenen Ampsignal noch das trockene DI Signal, um eventuell doch nachträglich einen anderen Sound einzustellen, falls der Ampsound wider Erwarten doch nicht passt. Das Problem dabei: Das Lehle P-Split wird zwar oft als klangneutral gepriesen, aus beiden Ausgängen des Splitters war der Klang im Vergleich zur direkten Spur (Gitarre-->Soundkarte bzw. Gitarre-->Amp) aber leiser und dumpfer (weniger Höhen, kraftloser, weniger Details).

Irgendwo im Netz las ich dann, dass Herr Lehle himself darauf hinwies, dass dies an den Kabellängen liegen könnte und ein Buffer abhilfe schaffen könnte. Ich habe dann extra kurze Kabel zum Testen verwendet (1-1,5 m lang), bei 3 Kabeln (1 von Gitarre in Splitter, zwei aus den Splitter Ausgängen), hat das eine Gesamtlänge von etwa 6 m Kabel ergeben. Trotzdem das gleiche Bild: Die Sounds aus dem Splitter waren dumpfer, als wenn ich ein 6m Kabel direkt von Gitarre in Interface oder Amp verwendete.

Trotzdem fand ich die Idee mit dem Buffer interessant. Also ein Bosseffekt (Bluedriver) gebypasst zwischen Gitarre und Splitter und auf einmal waren die Höhen wieder da. Aber es klang eben nicht genau so, wie das direkte Signal. Bei Buffern gibt es offenbar große Unterschiede. Man kann sie auch einzeln kaufen und Boss hat jüngst ein Wazacraft Modell ihres Tuners mit angeblich besserem Buffer auf den Markt geworfen. 150 Eier dafür waren mir aber zuviel. Der Buffer von Mesa Boogie schein auch nicht schlecht zu sein, aber auch recht teuer. Ich habe dann gelesen, dass der TC Bonafide Buffer gut sein soll. Da ich eh noch einen Tuner für Aufnahmen wollte und im TC Polytune dieser Buffer ohnehin verbaut ist, wurde es dann der neueste TC Polytune. Ergebnis: Der Buffer arbeitet äußerst klangneutral. Unterschiede zwischen den direkten und den gesplitteten Signalen sind für mich nicht mehr hörbar. Wahrscheinlich wird man messtechnisch schon noch irgendeinen Unterschied ausmachen können, aber für mich ist der Sound nun so, wie er sein soll.

Es scheint also erhebliche Unterschiede bei der Klangqualität von Buffern zu geben.

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Tom
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Tom » So 9. Jul 2017, 14:47

Danke Han!
Ich dachte immer, man muss mit Soundeinbußen leben beim splitten von hochohmigen Signalen.
Das du die Erfahrung gemacht hast, daß dem nicht so ist beruhigt mich!

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Spanish Tony » So 9. Jul 2017, 15:04

Der Lehle Sunday Driver macht keine harschen Höhen!!! :-)

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Reinhardt » So 9. Jul 2017, 17:29

Ich habe, die Patches nicht mitgerechnet, insgesamt 24 Meter Kabellänge von Gitarre bis Amp.
Ich habe nur ungebufferte TB-Pedale (von Parallelmix-Effekten im Effektweg mal abgesehen) im puren Signalweg, habe noch nie einen Buffer genutzt und habe Höhen, dass den Leuten die Ohren bluten ...
:dontknow:

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Spanish Tony » So 9. Jul 2017, 22:28

Wo hab ich denn provoziert, du Arsch?

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Tom
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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon Tom » Mo 10. Jul 2017, 07:39

Du hast meinen lieben Freund einen Ignoranten geheissen, du Rüscherlbrunzer!

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Re: Neues aus der Voodooecke

Beitragvon silversonic65 » Mo 10. Jul 2017, 08:53

Für euch:
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