Der letzte Mensch

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Cat Carlo
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Cat Carlo » Di 5. Jul 2016, 12:08

Hier hat einer noch mal Glück gehabt:

http://www.morgenpost.de/berlin/article ... Luege.html

Ohne das Video hätte er keine Chance gegen die "glaubhafte" Aussage der Klägerin gehabt.

Ich kenne auch persönlich Äußerungen von Frauen in Bezug auf Vergewaltigung, da kann man sich nur an den Kopf fassen.

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Reinhardt
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Reinhardt » Di 5. Jul 2016, 13:01

Beliebige Einzelschicksale und subjektive Wahrheiten sind versicherungsmathematisch für das Wohlergehen der gesamten Gesellschaft sehr selten von Relevanz ...
Aber Schindluder mit manipulativen Statistiken und marktschreierischen Einzelfällen zu treiben, scheint ja allgemeiner Volkssport, um sich den existenziellen tatsächlichen Herausforderungen einer postmodernen Gesellschaft nicht stellen zu müssen.
:nono:
... was ich jetzt keinem hier unterstellt haben möchte, falls das missverständlich rüberkommt.

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Cat Carlo
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Cat Carlo » Di 5. Jul 2016, 13:24

Multitone hat geschrieben:... was ich jetzt keinem hier unterstellt haben möchte, falls das missverständlich rüberkommt.

Und es gilt ja auch für alle Seiten. Ist doch klar.

Einzelfälle sind schon sehr relevant. Wenn man selbst darin verstrickt ist.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Läster Paul » Di 5. Jul 2016, 14:05

Cat Carlo hat geschrieben:
Multitone hat geschrieben:... was ich jetzt keinem hier unterstellt haben möchte, falls das missverständlich rüberkommt.

Und es gilt ja auch für alle Seiten. Ist doch klar.

Einzelfälle sind schon sehr relevant. Wenn man selbst darin verstrickt ist.

Hast du jetzt auch in jedem Zimmer eine versteckte Kamera? ;-)

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Reinhardt
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Reinhardt » Di 5. Jul 2016, 14:08

Cat Carlo hat geschrieben:Einzelfälle sind schon sehr relevant. Wenn man selbst darin verstrickt ist.

Das ist so.
Aber zwischen persönlichen existenziellen Problemstellungen und gesamtgesellschaftlicher Relevanz muss man geistes- und naturwissenschaftlich sauber unterscheiden dürfen, finde ich.

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Cat Carlo
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Cat Carlo » Di 5. Jul 2016, 14:32

Läster Paul hat geschrieben:Hast du jetzt auch in jedem Zimmer eine versteckte Kamera? ;-)

Inner Hose, wo sonst! :mrgreen:

Übrigens: Überwachungskameras gibt es gerade bei ALDI. :Geheimtipp:

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Cat Carlo
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Cat Carlo » Di 5. Jul 2016, 14:43

Multitone hat geschrieben:
Cat Carlo hat geschrieben:Einzelfälle sind schon sehr relevant. Wenn man selbst darin verstrickt ist.

Das ist so.
Aber zwischen persönlichen existenziellen Problemstellungen und gesamtgesellschaftlicher Relevanz muss man geistes- und naturwissenschaftlich sauber unterscheiden dürfen, finde ich.

Nö, also das is ja ein doller inteleller Satz und macht bei einigen vielleicht Eindruck. Aber sorry, die Naturgesetze gelten für alle gleich. Und Gesetze, die aus gesamtgesellschaftlicher Betrachtung entstehen werden im Einzelfall angewendet und zeigen dort, und meist nur dort, Wirkung.

An dem Beispiel ist die Aussage der anklagenden Staatsanwältin interessant: "Ich bin noch nie so belogen worden!" Das sagt 1.) etwas über die Schauspielkunst des Opfers aus und 2.) dass die Aussage in sich falsch sein könnte: bisher ist nämlich noch nie eine Lüge so eindeutig entlarvt worden! Dazu dann die Aussage eines mir bekannten Staatsanwaltes: Vor Gericht bekommt man kein Recht. Man bekommt ein Urteil.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Reinhardt » Di 5. Jul 2016, 15:22

Es geht nicht um Naturgesetze, sondern um das gesamtgesellschaftliche Wohlergehen bzw. den Zustand der Gesamtgesellschaft. So war jedenfalls wohl mal der Grundkonsens dieser ewigen Diskurse zu dem Thema im Stammtisch.

Aus Scheißurteilen oder Scheißzeugen eines Falles lässt sich leider noch nichts über die Verrohung der Sitten oder der Jurisprudenz ableiten.
Wenn sagen wir mal 400 Leute wegen Flugblattverteilen in Zwangslagern landen, schon.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon buttrock » Di 5. Jul 2016, 15:29

Das beliebte Argument durch Anekdote, dem ist nicht beizukommen.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Zakk_Wylde » Di 5. Jul 2016, 15:35

Also Betroffenheit, ob persönlich oder nicht, ist völlig legitim in eine Diskussion einzubringen. Und da gehört nun mal die Einzelfallbetrachtung hinzu. Man muss nur aufpassen, dass man die Ebenen trennt. Nix anderes meinte Multi.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon buttrock » Di 5. Jul 2016, 15:42

Klar, aber hier hat aber noch keiner eine Betroffene von sexueller Gewalt zitiert, angefuehrt etc. Das ist schon selektiv wie hier zum Teil argumentiert wird.
War uebrigens nicht als Kritik an Mutlitone gemeint sondern als Zustimmung.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Reinhardt » Di 5. Jul 2016, 15:58

Ja wenn sich hier jemand im Forum hinstellt, die Hosen sozusagen runterlässt und sagt, sagen wir, ich bin bei einem Vaterschaftsprozess über den Tisch gezogen worden, dann habe ich kein Problem damit, über einen solchen Einzelfall zu diskutieren und wie es auch durch allgemeingültige Rahmenbedingungen dazu kommen konnte.
Was ich aber tendenziös finde, ist, die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen zu beklagen und dies subtil im Laufe der Zeit mit Anekdoten anzufüttern. Da regt sich bei mir wissenschaftstheoretischer Widerstand.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Zakk_Wylde » Di 5. Jul 2016, 17:14

Ich habe da letztlich kein Problem mit. Betroffenheit meint ja nicht zwingend persönliche Betroffenheit. Sexualdelikte können - Empathiefähigkeit vorausgesetzt - sehr betroffen machen. Entsprechend dürfen da auch die Affekte mit reinspielen. Und ja, auch die Einzelfallbetrachtung ist legitim um zumindest ein Unbehagen an der amtlichen Lesart eines empirischen Befundes auszudrücken. Beispiel: Nach der Einführung des Euros wollte uns das Bundesamt für Statistik immer wieder weis machen, es habe keine signifikante Preisteuerung gegeben. Die Verbraucher waren aber anderer Meinung und jedem fielen zig Beispiele ein, wo aus 1 DM 1 Euro geworden war. Und wer hatte recht? Beide? Meiner Meinung nach die Verbraucher, weil in den Index für die Berechnung der Inflationsrate auch sehr viele stabile oder rückläufige Werte geflossen waren, die mit den Alltagskosten gar nichts zu tun hatten.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Tom » Di 5. Jul 2016, 18:00

buttrock hat geschrieben:Ja natuerlich, das hab ich auch geschrieben, es nervt mittlerweile immer auf irgendeiner Metaebene kritisiert zu werden, weil da wie ich geschrieben habe immer Unterstellungen ob meiner Authentizitaet, meinen Absichten und meiner persoenlichen Verfasstheit mitschwingen. Auf die kritische Nachfrage dazu gehst du gar nicht ein, weil fuer die mit "ist halt subjektiv" alles gesagt ist. Da hab ich ganz subjektiv keinen Bock drauf. Weils in zwei Dingen schief geht: Kritik von mir vorgebracht, wird auf ein Distinktionsbeduerfnis etc heruntergebrochen, ohne das ueber Argumente ueberhaupt noch gestritten wird. Deine Argumente oder Auesserunge sicherst du mit dem Verweis auf die Subjektivitaet schon von vorneherein ab. Eins von beidem solltest du sein lassen, wenn du darauf Wert legst dich mit mir hier auszutauschen: Entweder erkennst du das was ich schreibe, als meine orginaere Meinung und nicht als Auswuchs irgendeines Wunsches nach Abgrenzung oder einer Verbohrtheit an oder du stellst dich mit deinen Aussagen oder welchen die dir sympathisch sind der Kritik die jemand daran vorzubringen hat. Ansonsten koennen wir es von mir aus echt bleiben lassen.

Ich les von dir aber gar keine Argumente. Du ergehst dich meiner Einschätzung nach in "coolen", belesenen, scheinbar objektiven und manchmal auch biederen Allgemeinplätzen.
Ich senf zudem wann wo und wie es mir passt. Benutze einfach die Ignore Funktion, wenn du das nicht mehr lesen willst.

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Tom
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Tom » Di 5. Jul 2016, 18:03

buttrock hat geschrieben:Klar, aber hier hat aber noch keiner eine Betroffene von sexueller Gewalt zitiert, angefuehrt etc. Das ist schon selektiv wie hier zum Teil argumentiert wird.
War uebrigens nicht als Kritik an Mutlitone gemeint sondern als Zustimmung.

Betroffene Frauen kenn ich persönlich mehr als mir lieb ist. Und die hier "anzuführen" um meine "Authentizität" zu belegen: :ass:

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Re: Der letzte Menschm

Beitragvon buttrock » Di 5. Jul 2016, 19:26

Ich habe das nicht als Forderung gemeint, sondern als eine Beobachtung. Ich fände das in der Tat ziemlich daneben und wollte grade deswegen auf einer abstrakteren Ebene diskutieren. Die andere Seite wurde hier ja als Einzelfall angeführt um etwas zu belegen.
Ansonsten ist es bedauerlich, dass du meine Beiträge so wahrnimmst, wobei mir nicht klar ist wie eigentlich deine Erwartungen sind und wo das was ich sage "bieder" oder "cool" wäre. Nochmal, selbstverständlich sind manche Sachen davon "belesen" , wenn es Themen betrifft die mich interessieren und mit denen ich mich beschäftige. Dass das durch meinen Filter durchgeht und ich hier nur Zeug reproduzier, dass ich selbst für plausibel und wichtig halte, kannst du schon unabhängig davon ob es dir inhaltlich gefällt anerkennen. Den Punkt versteh ich nicht und ich seh auch nicht , dass du versuchst das zu erklären. Das zielt halt auf meine Person und nicht auf das was ich an einer Sache vielleicht falsch beurteile, weil ich vielleicht nur von meiner Sicht ausgehe, den Beitrag eines anderen mißverstanden habe, usw. Warum nimmst du dir da nicht mal was raus und nervst mich damit , sondern reagierst auf ein Nachhaken mit "ich schreib was ich will" anstatt mir mal aufzuzeigen wo ich nur "cool" sein wollte und mir daran den Kopf zu waschen. kann ja sein , dass ich mich vertue, aber geb dir bitte die Mühe das zu erklären. Ich Versuch ja auch klar zu machen was mich nervt.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon tortitch » Di 5. Jul 2016, 20:38

Butt,
du verlangst Argumentation und Rationalität, ja sogar Genauigkeit oder wenigstens Sorgfalt in der Diskussion, während es doch darum geht, diese Dinge als das zu erkennen, was sie sind. Nämlich in letzter Instanz Instrumente der Repression, der Diskriminierung. Du huldigst einem Logizismus, der mit seinem zweiwertigen ja oder nein, entweder oder, richtig oder falsch trotz seines scheinbar neutralen Charakters nur dazu benutzt wird, Mehrheiten zu schaffen, um Minderheiten zu unterdrücken und auszugrenzen.
Genauso sieht es mit den Forderungen nach Klarheit und begrifflicher Schärfe aus. Jedes Signifikat befindet sich immer schon in der Position des Signikfikanten. Die Suche nach Bedeutung bleibt ein unendliches Verschieben ohne Finalität. Dein Glaube an die Kontrolle der Sprache ist Logozentrismus, der es eben darauf abgesehen hat: auf Kontrolle. Das ist: Der Wunsch nach Macht. Die Forderung nach einem rationalen Diskurs ist das Begehren den Diskurs zu beherrschen oder - wenn dir das zu heftig ist - den Diskurs als im Prinzip kontrolliert (also kontrollierbar) zu denken.

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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon buttrock » Di 5. Jul 2016, 21:27

Wenn man den alten Foucault auf jeden noch so banalen Kram anwendet kann da schon ganz schön Mist rauskommen. Zumals ja eh immer die andere Position ist , die als totalitär denunziert wird. Der Wahrheitsbegriff, der da als Machtvehikel unterstellt wird, ist immer ein viel umfassenderer und totalerer als der tatsächlich eingefordert bzw erstmal nur angestrebt wird. Wenn man der Überzeugung ist, dass ein Diskurs nicht viabel oder intersubjektiv ausfällt, und man einen Abgleich mit der "Welt" herbeiführen will, dann ist es schon ein ziemlich weiter Schritt darin Machtausübung zusehen.
Darin ist bei den Franzosen ( oder zumindest in der Rezeption ) durchaus was Antiemanzipsorisches zu sehen, da die keinen Unterschied mehr zwischen Herrschaft und der Kritik an ihr machen.

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Tom
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Tom » Mi 6. Jul 2016, 08:55

on topic:
eine Meinung zum Thema Reform des Sexualstrafrechtes, welche ich lesenswert finde:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 01339.html

Ja, was heisst eigentlich "Nein".
Das ein Nein erwägbar, vergleichbar, im Zusammenhang und vielleicht eigentlich Ja gedeutet wird - fast wollte ich schreiben: der Untergang des Abendlandes.
Jetzt denke ich: die Essenz des Abendlandes.
Die Täter werden geschützt. Ein weitverbreiteter Reflex in good old Germoney.

Mein Buchtipp zum Hintergrund patriarchale Machtstrukturen wäre zum einen das vergriffene "De Sade und wir : Zur sexualökonomischen Pathologie des Imperialismus" von Michael Siegert (Jessas! 68 Generation): nicht mit vollem Magen lesen
und der immer noch brandaktuelle Theweleit: "Männerphantasien 1 und 2"

Für den mythologisch-religionshistorischen Background:
Robert Graves "die weiße Göttin" und "Hebräische Mythologie" (Robert Graves & Raphael Patai)

Das führt natürlich alles zu weit.
Bla Bla Bla.

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Reinhardt
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Re: Der letzte Mensch

Beitragvon Reinhardt » Mi 6. Jul 2016, 08:58

tortitch hat geschrieben:Butt,
du verlangst Argumentation und Rationalität, ja sogar Genauigkeit oder wenigstens Sorgfalt in der Diskussion, während es doch darum geht, diese Dinge als das zu erkennen, was sie sind. Nämlich in letzter Instanz Instrumente der Repression, der Diskriminierung. Du huldigst einem Logizismus, der mit seinem zweiwertigen ja oder nein, entweder oder, richtig oder falsch trotz seines scheinbar neutralen Charakters nur dazu benutzt wird, Mehrheiten zu schaffen, um Minderheiten zu unterdrücken und auszugrenzen.
Genauso sieht es mit den Forderungen nach Klarheit und begrifflicher Schärfe aus. Jedes Signifikat befindet sich immer schon in der Position des Signikfikanten. Die Suche nach Bedeutung bleibt ein unendliches Verschieben ohne Finalität. Dein Glaube an die Kontrolle der Sprache ist Logozentrismus, der es eben darauf abgesehen hat: auf Kontrolle. Das ist: Der Wunsch nach Macht. Die Forderung nach einem rationalen Diskurs ist das Begehren den Diskurs zu beherrschen oder - wenn dir das zu heftig ist - den Diskurs als im Prinzip kontrolliert (also kontrollierbar) zu denken.

Um auf dem rhetorischen Niveau zu bleiben:
Ein demnach also wünschenswerter "irrationaler Diskurs" ist aus meiner Sicht eine Hypallage.
Zuletzt geändert von Reinhardt am Mi 6. Jul 2016, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.


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