München...

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buttrock
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Re: München...

Beitragvon buttrock » Sa 6. Aug 2016, 06:35

Der Mausfeld und der Nachdenkseiten-Typ haben eine Bloggerin, die wegen der Jebsen Verbindung nachgefragt hat, auf ziemlich eklige Art und Weise bloßgestellt. Ist auf der ersten Seite zu finden wenn man Mausfeld googelt.
Die Behauptung, dass alle die auf Friedensdemonstrationen gehen "rechts" sind, ist natürlich dämlich, wird aber von Leuten, die da kritisch hinschauen aber auch gar nicht so getätigt. Das versteh ich nicht, warum die Kritik die da geäußert wird, immer so verzerrt wiedergegeben wird, um sie dann natürlich leicht widerlegen zu können. Warum bei diesen Bewegungen immer wieder ideologische Veratzstücke auftauchen, die man grade als Linker ( so wie ich den Begriff verstehe) ablehnen sollte und damit auch das entsprechende Personal auftaucht, kann man schon hinterfragen ohne ein Neocon oder "Astroturfer" zu sein.

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Zakk
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Re: München...

Beitragvon Zakk » Sa 6. Aug 2016, 11:04

Ich habe mal die Stichworte aus Toms und Butts Beiträgen gegoogelt…..

Der Lämmer-Vortrag ist geil. punkt. Die Denunzierung der Bloggerin ist für mich nicht erklärlich. Die Karin Burger scheint um Differenzierung bemüht, grenzt sich auch deutlich von rechten Gruppen ab, was immer man darunter verstehen mag. Die ist ziemlich gewissenhaft dabei und trifft auch den Nerv. Warum der Mausfeld mit dem Ken da überhaupt rumeiert, weiß ich nicht. Ich seh das Bild, hör den 3 Sekunden labern und klick ihn weg. Der ist so scheiße, da reicht schon dessen doofe Fresse. Ich hätte dem Mausfeld mehr Augenmaß und einen moderateren Ton zugetraut und eigentlich erwartet. Wie der tickt, bzw. in welcher Welt der wirklich lebt, weiß auch keiner. ….

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buttrock
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Re: München...

Beitragvon buttrock » Sa 6. Aug 2016, 13:11

Der Mausfeld zieht seine Gesellschaftskritik wie der Jebsen und Konsorten auch personalisiert auf, indem er alles Ungemach auf verwerfliches Handel von Eliten zurückspielt. Da ist, mal abgesehen davon ob man das für richtig oder falsch hält, der Anknüpfungspunkt, der solche seltsamen Konstellationen entstehen lässt. Sonderlich bemüht um da eine klare Abgrenzung zu schaffen, ist man wie immer wieder beobachtet werden kann, in dieser "Szene" nicht. Es gibt ja auch genug Leute, die aus den Friedendemos ausgestiegen sind, weil die Untertöne immer unangenehmer wurden. Ob man da nur gleichgültig ist oder doch der ideologische Kitt dann doch etwas fester ist, muss jeder selbst beurteilen.
Dazu könnte man das ja mal zum Anlass nehmen, das theoretische Gerüst dieses Umfeldes einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Wer dafür Hilfestellung und Lesetipps will, weiß ja wohin er sich wenden kann.

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Zakk
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Re: München...

Beitragvon Zakk » Sa 6. Aug 2016, 14:42

Der Mausfeld ist eigentlich in einer supereleganten Lage. Wissenschaftler mit Professur, eine gewisse YT-Publizität, die eigentlich erstmal ungetrübt ist… Und von dieser eher unangreifbaren Position begibt er sich in den Dschungel der Blogger und Publizisten, bei denen man nie so recht weiß, wer da alles schreiben darf, welche Untertöne sich darunter mischen usw….

Völlig unnötig und er nimmt sich damit selbst den Wind aus den Segeln. Ich wäre zur Entschuldigung erstmal bereit Naivität zu unterstellen, aber das funktioniert hier gerade nicht, denn es geht ja um Medienkompetenz… doof irgendwie… Schade auf jeden Fall…..

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Re: München...

Beitragvon Tom » Sa 6. Aug 2016, 14:45

buttrock hat geschrieben:Der Mausfeld zieht seine Gesellschaftskritik wie der Jebsen und Konsorten auch personalisiert auf, indem er alles Ungemach auf verwerfliches Handel von Eliten zurückspielt. Da ist, mal abgesehen davon ob man das für richtig oder falsch hält, der Anknüpfungspunkt, der solche seltsamen Konstellationen entstehen lässt. Sonderlich bemüht um da eine klare Abgrenzung zu schaffen, ist man wie immer wieder beobachtet werden kann, in dieser "Szene" nicht. Es gibt ja auch genug Leute, die aus den Friedendemos ausgestiegen sind, weil die Untertöne immer unangenehmer wurden. Ob man da nur gleichgültig ist oder doch der ideologische Kitt dann doch etwas fester ist, muss jeder selbst beurteilen.
Dazu könnte man das ja mal zum Anlass nehmen, das theoretische Gerüst dieses Umfeldes einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Wer dafür Hilfestellung und Lesetipps will, weiß ja wohin er sich wenden kann.


Ich hab weder ein Problem mit mangelnder Abgrenzung seitens der Kritiker von Eliten zu rechtspopulistischen Meinungsmachern, noch halte ich das für eine "Szene", die ein "theoretisches Gerüst" hat.
Unangenehme Untertöne muss man schon dezidiert bennennen um sie zu kritisieren.
Meine Vermutungen dazu habe ich weiter oben versucht zu schildern.
Ich mag halt den Jebsen nicht, und auch den latenten Antisemitismus, der in finanzkritischen oder militärkritischen sowie linken Kreisen manchmal zum Ausdruck kommt.
Das ist aber dann auch schon alles.

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Re: München...

Beitragvon buttrock » Sa 6. Aug 2016, 19:14

Ich hatte "Szene" bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da mir schon klar ist, dass das keine homogene Gruppierung ist. Jebsen und andere Leute die in Verbindung stehen und eine ähnliche Rhetorik pflegen waren damit gemeint. Die tauchen halt öfters in dem Kontext von Friedensdemos auf, und fallen da immer erst auf den zweiten Blick auf, wenn sie ihre Wortwahl mal nicht im Griff haben. Dass es überhaupt Berührungspunkte gibt, liegt eben daran, dass der die Eliten, die da kritisiert werden immer als fremd oder fremd gesteuert gesehen werden. Da ist die Parteinahme für die eigene Nation ( womit dann auch meistens das "Volk" gemeint ist) einer dieser Punkte, der bei großen Teile dieser Bewegungen aus linker Perspektive kritisiert wird und das zu recht, wenn man mich fragt.

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Re: München...

Beitragvon Cat Carlo » Sa 6. Aug 2016, 19:19

Ich hatte ja geschrieben, dass rechts und links nicht mehr eindeutig sind. Dazu ein Beispiel:

In einem Post beklagte sich jemand, dass durch Internet und Co. die Eliten nicht mehr den Einfluss haben, gesellschaftliche Strömungen zu steuern und es daher zu verschiebungen nach rechts kommt.

Nun ist der Begriff "Elite" wohl eher konservativ belastet, wenn nicht sogar schlimmer, und geht in die entgegengesetzte Richtung wie "Alle Menschen sind gleich", was ja wohl der linke Ansatz ist. War das nun ein "Rechter" oder ein "Linker"?

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Re: München..

Beitragvon buttrock » So 7. Aug 2016, 19:24

Diese Frage jetzt zum Lakmustest für die politische Gesinnung zu machen ist schon ein bißchen albern. Aber in der Tat mag bei einzelnen Personen die Zuordnung schwierig sein. Die Begriffe an sich haben aber für mich immer noch ihre Berechtigung. Ich halte das oben aber für weder das eine noch das andere. man ist ja nicht gleich links, wenn man was gegen die "Rechten" hat. Das würden auch FDP Mitglieder unterschreiben oder der weniger wahnsinnige Teil der CDU.


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