Butterwegge - Neoliberalimus

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Mr Knowitall
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Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Mo 13. Mär 2017, 21:02


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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Mi 15. Mär 2017, 21:48


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Spanish Tony
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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Spanish Tony » Do 16. Mär 2017, 17:44

Interessiert hier wohl nicht. Mach dir nichts draus! In meinem Trump Thread gab es auch nur dumme Bemerkungen

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Mr Knowitall
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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Do 16. Mär 2017, 18:16

Nun, das muss jeder selbst wissen. Aber die Mehrheit hier gehört sicherlich zu denen, die hoffentlich sowohl die zeitlichen, geistigen und emotionalen Ressourcen haben, sich damit zu befassen und die eigenen Haltungen zu hinterfragen. Ich fasse es jedenfalls als meine Mission auf, der totalen Verdrehung der Tatsachen entgegenzutreten.
Ich erlebe bspw.im Bekanntenkreis immer wieder Hartzerbashing und Ähnliches durch promovierte oder noch promovierende Naturwissenschaftler und dergleichen.
Das sind Leute, die einerseits auf einem hohen Abstraktionsniveau operieren können, aber wenn es um gesellschaftliche ZUsammenhänge geht, die einfachsten Dinge nicht zusammenbringen. Da wurde im Bildungssystem und in den Medien ganze Arbeit geleistet: das neoliberale Blabla sitzt tief in den Knochen und wird ohne Umweg übers Hirn wieder rauspalavert. Pawlow lässt grüßen.
Der durchschnittliche Hochschuldozent ist ja selbst nur noch einen Schritt von Hartz entfernt... Vielleicht verhindert auch das eine ehrliche Bestandsaufnahme.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Do 16. Mär 2017, 18:30

Neoliberalismus in der Psychotherapie

https://www.youtube.com/watch?v=4rBtE0ytAUE

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Reinhardt
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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Reinhardt » Fr 17. Mär 2017, 08:51

Die Butterbrezel sprach dieser Tage in Deutschlandfunk ein langes und bemerkenswertes Interview.
Oder war's SWR2? Egal. Gut war's.
Der Mann sollte zusammen mit Ortwin Renn eine neue Partei gründen. Aber mit neuen Parteien und deren medienlandschaftlicher Positionierung ist das ja so eine Sache. Du darfst Dir dann gerade noch raussuchen, ob Du esoterisch, links- oder rechtsradikal bist. Dummerweise bleibt dann für diese Herrschaften nur das Prädikat linksradikal übrig. Und nichts fürchtet der westliche Industriemensch noch mehr als der Teufel das Weihwasser. Wie man an Bernie und Hillary gesehen hat.
Früher nannte man politische Forderungen dieses Spektrums ja noch sozialdemokratisch. Die Zeiten sind aber so lange vorbei, dass sich aufgrund der biologischen Ausdünnung selbst in der SPD kaum einer erinnern kann. Hach.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Fr 17. Mär 2017, 09:03

Ich finde ihn wirklich gut.

Und mit Hillary und Bernie hat der nun wirklich nichts gemein.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon buttrock » Fr 17. Mär 2017, 10:03

Hat das Herz am rechten Fleck, leider ist er Staatsidealist. Aber heute muss ja schon froh sein, wenn jemand wenigstens politischen Anstand besitzt.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Fr 17. Mär 2017, 10:31

Ob nun seine Vorstellungen und Lösungsansätze weit genug gehen, ist mir eigentlich egal. Es geht mir eher darum, dass er Dinge anspricht und anprangert, die von den akademischen Schergen der Geldmächtigen ansonsten völlig anders dargestellt werden.
Dass der Mann so ein Außenseiter ist, zeigt, wie verkorkst der Diskurs und die Menschen mittlerweile sind.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Reinhardt » Fr 17. Mär 2017, 11:00

Mr Knowitall hat geschrieben:Ich finde ihn wirklich gut.

Und mit Hillary und Bernie hat der nun wirklich nichts gemein.


Das meinte ich auch nicht. Mir ging es darum, dass zumindest der Amerikaner das Prädikat "links" so sehr fürchtet, das er diesem sogar eine Frau vorzieht, die anscheinend so verachtet sein muss, dass sie sogar gegen Trump verliert.
Da wir hier so langsam auch dort hin kommen, hat der verwegene Butter schon mal diskurstechnisch ganz schlechte Karten.
Aber immerhin war er trotzdem fast Bundespräsident. :22:

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Fr 17. Mär 2017, 12:18

Hillary wurde schon lange zu Recht verachtet. Auch die Möglichkeiten der Propganda sind im Einzelfal nicht unbegrenzt.

Du darfst Dir dann gerade noch raussuchen, ob Du esoterisch, links- oder rechtsradikal bist.


Das ist halt ein Instrument, um den Feind mundtot zu machen. Solange man nicht ins Irrenhaus verräumt wird, muss man wohl einfach drüber stehen.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Reinhardt » Fr 17. Mär 2017, 13:12

Irrenhaus zählt glaube ich zu esoterisch. ;-)

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon buttrock » Fr 17. Mär 2017, 14:16

Das Wegsperren von "kritischen Geistern" in Irrenhäuser ist halt einfach nicht der Grund, warum sich die Leute die Verhältnisse gefallen lassen. Das brauchts gar nicht.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Fr 17. Mär 2017, 15:39

Aber allein die soziale Ächtung oder der Karriereknick, der Leuten widerfährt, wenn sie aus dem Konsens ausscheren, reicht schon.
Ganz zu schweigen davon, dass ein Ausscheren aus dem Konsens es erst einmal erfordern würde, sich überhaupt bewusst um eine eigene Meinung bemüht zu haben. Genau dieses und die Voraussetzungen dafür werden aus dem Bildungssystem höchst systematisch ausgebaut.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon buttrock » Fr 17. Mär 2017, 17:33

Das und die Irrenanstalten sind aber zwei verschiedene paar Schuhe, die auch einen unterschiedlichen Realitätsgehalt haben. Um diese Gesellschaft zu kritisieren braucht man ihr doch nicht Sachen andichten die gar nicht das Problem sind.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Mr Knowitall » Fr 17. Mär 2017, 18:12

Solange man nicht ins Irrenhaus verräumt wird, muss man wohl einfach drüber stehen.


Ich sehe auch nicht, wo ich das hiermit tue. Dass es gar nicht passiert kann man angesichts von Mollath und den Steuerfahndern aber auch nicht behaupten, nedwoa!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 94523.html

Und das ist nur ein Fall, von dem man zufällig Kenntnis hat, da sich die Betroffenen erfolgreich wehren konnten.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Cat Carlo » Fr 17. Mär 2017, 18:21

Also der Beschreibung der derzeitigen und vergangenen Entwicklung durch Butterwege stimme ich großenteils zu. Ursachen und angedachte Lösungen halte ich allerdings für diskutierbar, das sprengt hier allerdings den Rahmen.

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Läster Paul » Sa 18. Mär 2017, 01:45

Mr Knowitall hat geschrieben:Aber allein die soziale Ächtung oder der Karriereknick, der Leuten widerfährt, wenn sie aus dem Konsens ausscheren, reicht schon.
Ganz zu schweigen davon, dass ein Ausscheren aus dem Konsens es erst einmal erfordern würde, sich überhaupt bewusst um eine eigene Meinung bemüht zu haben. Genau dieses und die Voraussetzungen dafür werden aus dem Bildungssystem höchst systematisch ausgebaut.


Und jetzt kommen die ganzen Leute in die Berufe, die die neoliberale Ideologie mit der Muttermilch eingesogen haben. Die werden uns die Krücken weghauen.
Das hier ist ein guter Überblick, wie das System funktioniert:
https://www.youtube.com/watch?v=1Ks_CAbL4ro

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon Tom » Sa 18. Mär 2017, 03:19

buttrock hat geschrieben:Das Wegsperren von "kritischen Geistern" in Irrenhäuser ist halt einfach nicht der Grund, warum sich die Leute die Verhältnisse gefallen lassen. Das brauchts gar nicht.

Da gebe ich dir recht. Was ist deiner Ansicht nach der Grund, warum sich die Leute die Verhältnisse gefallen lassen? Buchhinweis oder youtubelink reicht......

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Re: Butterwegge - Neoliberalimus

Beitragvon tortitch » Sa 18. Mär 2017, 09:22

Die Erklärungen, die Butterwegge gibt, wenn er von den drei großen "Erzählungen" spricht, sind doch nicht so abwegig.


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