Alt und jung ...

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Multitone
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Beitragvon Multitone » Mi 26. Jul 2017, 16:20


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Matt 66
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Matt 66 » Mi 26. Jul 2017, 16:58

Wo genau ist jetzt das Problem? :dontknow:

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Tom
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Tom » Mi 26. Jul 2017, 18:08

schöne Musik!

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Mr Knowitall » Mi 26. Jul 2017, 20:31

Diese verdammten Zigeuner!

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Multitone
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Multitone » Do 27. Jul 2017, 09:10

Matt 66 hat geschrieben:Wo genau ist jetzt das Problem? :dontknow:


dass ich ... neidisch bin und nicht drüberstehen kann?
:22:

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Matt 66
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Matt 66 » Do 27. Jul 2017, 09:19

Ach komm, dafür kann der Bengel vermutlich nicht mal ein Plektrum richtig halten.
Na, wieder besser? :mrgreen:

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Multitone
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Multitone » Do 27. Jul 2017, 09:33

War einen Versuch wert.
Aber wenn ich die anderen Videos von dem Rotzlöffel so anschaue, glaube ich, das Argument ... hach ja ... :roll:

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Multitone
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Multitone » Do 27. Jul 2017, 09:37

Tritt der nicht auch auf diesem Guitar Summit in Mannheim im September auf?
Da sind ja auch noch andere Spinner wie Jon Gomm am Start.

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Spanish Tony
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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Spanish Tony » Sa 26. Aug 2017, 21:23

Dieser Bengel ist höchstens 17 :dizzy:
https://www.youtube.com/watch?v=eT98yd84iCE

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Schnabelrock » So 27. Aug 2017, 12:55

Ja. Es ist doch längst völlig normal, dass 17jährige Sachen spielen, die 20 Jahre vorher noch als Revolution galten. Vermutlich gab es schon 1985 genug Leute, die so spielten, wie sie spielten, weil sie das Blackmore- und Page- Zeug längst draufhatten und es sie dann langweilte. So kommt Entwicklung zu Stande. Ich bin auch nicht immer begeistert von den Ergebnissen (vieles von dem, was man das sieht ist mir zu autistisch), aber zur Kenntnis nehmen muss man sowas ja zumindest. Und mit 18 Sachen von Hetfield über Satriani bis Van Halen zu können ist nun wirklich ein tolles Rüstzeug und man kann nur hoffen, dass der eine oder andere dann die Musik auch weiterbringt.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Tom » So 27. Aug 2017, 13:39

Das Problem in Anführungszeichen dass ich sehe ist, daß es sich immer ausschliesslich um Covers handelt. Und diese möglichst gefinkelt, virtuos oder auch nah am Original.
Das ist so ein verarmtes autistisches Klonen. Keine Individualität, keine Wildheit, keine Avantgarde. Wer soll so die Welt retten?
Zuletzt geändert von Tom am So 27. Aug 2017, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon buttrock » So 27. Aug 2017, 14:34

Die Art von Videos hat halt keinerlei Einfluss auf "die Musik". Das sehen sich Gitarrentypen an, die staunen wollen. Popkultur (im weitesten Sinne) entsteht und entwickelt sich anders.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Multitone » So 27. Aug 2017, 17:57

Hmmm. Musste ich lange drüber nachdenken.
Und sehe ich jetzt nicht so. Wenn Jeff Beck Stevie Wonder covert und ich das höre, dann eröffnet sich (bzw. so war es, als ich das zum ersten Mal live hörte) zumindest mir da fundamental Neues, was es so vorher nicht gab. Ob das Stück schon existent war oder nicht, ist für mich dann irrelevant.

Denn sonst müssten wir grundsätzlich über alles aus dem Bereich E-Musik mal diskussionstechnisch diesbezüglich bei Null anfangen und bei Jazz im Sinne von Standards sowieso.
Sprich, ich habe da mit dem seit 200 Jahren gleichen Gefrickel im E-Bereich mehr Probleme als mit ein paar originellen Youtube-Clips. Wo das Geld kulturfürdertopfmäßig hinfließt und das in dem Zusammenhang seine Berechtigung hat, das ist ein zweiter Diskurs.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Tom » So 27. Aug 2017, 18:25

Nagutäh, die von dir genannten sind ja völlig eigene Interpretationen. Es geht ja nicht grundsätzlich ums covern, sondern um die Weigerung, was ureigenes draus zu machen.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Spanish Tony » So 27. Aug 2017, 19:24

Ich wollte gar nicht über Entwicklung philosophieren. Ich finde es einfach schön gespielt, mit ein paar krassen Voicings

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Multitone » So 27. Aug 2017, 19:43

Tom hat geschrieben:Nagutäh, die von dir genannten sind ja völlig eigene Interpretationen. Es geht ja nicht grundsätzlich ums covern, sondern um die Weigerung, was ureigenes draus zu machen.

Ach so, ja dann hatte ich das zu global verstanden. Mir hat sich noch nie der Sinn erschlossen, eine Nummer nur 1:1 zu kopieren außer zu lerntechnischen Zwecken, was ja dann in 1:1-Kopien ganzer Shows gipfelt (Pink Floyd etc.). Für Musiker vielleicht eine interessante Herausforderung, zugegeben. Zusätzlich muss ich zugeben, dass eine Randy-Hansen-Show Anfang der 90er mit der faszinierendste Gig war, den ich je besuchte. Trotzdem weiß ich, dass ich nicht bei Hendrix war. Ich hatte danach aber eine Ahnung davon, wie es 20 Jahre vorher hätte gewesen sein können. So gesehen hat Hansen damit vielleicht doch als Künstler etwas erreicht und nicht nur als Kopist. Irgendwie. Hach, ich weiß auch nicht.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon buttrock » So 27. Aug 2017, 20:49

Geht ja auch nicht um covern oder nicht. Aber diese Gitarren-YouTube-Coverei bezieht ich ja meistens auf Musik die nunmal fast ein halbes Jahrhundert alt ist und ist in ihrer ganzen Darbietung rein gar nichts mit dem zu tun hat, wie sich Popmusik entwickelt: Wie Genres,Szenen,Haltungen etc entstehen. Dass das oft sehr gute Musiker sind und das dabei für einen selbst auch Ungehörtes und Neues dabei ist, ist dabei unwidersprochen. Aber Spuren werden davon die wenigsten Hinterlassen.
Der Knirps aus dem ersten Video ist natürlich trotzdem krass.

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Cat Carlo » So 27. Aug 2017, 22:35

Diese Unterscheidung zwischen Covern oder nicht ist für mich erst mal relativ neu und insgesammt unverständlich. Musik wird doch gemacht und gehört um eine emotionale Reaktion zu erzielen. Nicht um sich irgendwelchen Gruppen oder Moderichtungen zuzuordnen. Und da gab's dann Leute, die konnten Musik gut erfinden, also komponieren, und dann andere, die sie gut interpretieren konnten. Wagner konnte sicher gesanglich nicht mithalten mit den Sängern, die seine Kompositionen vortrugen. Also eine sinnvolle Art von "Arbeitsteilung".

Was will ich eigentlich erreichen, wenn ich darauf aus bin, berühmt und einzigartig zu sein? Der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär? Musik als Mittel zum Zweck, der Menschheit zu beweisen, dass ich so was wie der neue Messias bin? Ist das wirklich noch Interesse an Musik an sich oder bereits eine leichte Form des Größenwahn?

Dazu kommt, das Live gespielte Musik anders klingt und wirkt wie die Konserve. Und warum soll man einem heutigen Publikum vorenthalten, Live Musik aus den 60-ern zu hören? Das geht natürlich nur über covern. Der Klang eines Swing-Orchesters aus den 40-ern ist ohne Elektronik dermaßen Kraftvoll und Agil, das muss man einfach Live gehört haben.

Ich habe Freitag in Berlin eine Band mit Stücken von Clapton/Cream gehört. War nicht perfekt, kam aber gut rüber. Die Jungs waren um die 30, viele im Publikum auch. Ja das ist 50 Jahre alte Musik. Hätte man in den 60/70-ern nie gedacht, dass man so alte Musik spielt. Eigentlich kann man sagen: Entwicklung = 0. Aber, vielleicht liegt darin ja das neue, das die Entwicklung der Musik / Kultur nicht so weiter geht wie bisher und gewohnt? Das ist für alte Säcke schon ein harter Brocken, derart abstrakt zu denken.

Das ist wie mit dem Bauhaus. Modernere Möbel als wie die von vor 90 Jahren wird es nicht mehr geben.

Gruß vom Kater

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon Multitone » Mo 28. Aug 2017, 10:19

Vorsicht! Ich höre schon, wie sich in der Götterdämmerung das Wort Kulturkrise über den Horizont schleppt!
;-)

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Re: Alt und jung ...

Beitragvon buttrock » Mo 28. Aug 2017, 10:44

Und wenn schon, mehr als "früher war alles besser, weil die Musik nicht mehr so ist, wie als ich 25 war" wird als Analyse schon nicht rauskommen.


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