Henrik Freischlader und Band

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spanking the plank
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon spanking the plank » Fr 13. Okt 2017, 06:17

Hi Linus,

den Trademarksound von Brian May bekommt man auch mit einer Humbucker/SC bzw. splitbaren HB-PU Gitarre hin.

Der Trademarksound von David Gilmour war ja immer eine Strat. Nur hat er das Solo bei Another Brick in The Wall mit einer Gibson Les Paul eingespielt.

Gerade heute gibt es equipmenttechnisch 1 Mio. Möglichkeiten aus einer Strat andere Sounds rauszuholen, dass man gar nicht mehr erkennt, dass es eine ist. Ich halte Trademarksounds bezogen auf "festes Equipment" für eine DER Mythen der Rockmusik.

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Reinhardt
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Reinhardt » Fr 13. Okt 2017, 08:33

Nu ja, ich war bei der Weltpremiere von "Country For Old Men", da hatte Sco seine Ibanez-ES, ein Kabel, einen Deluxe Reverb.
Und es war ein Traumsound. Sein Attack war halt so wie immer. ;-)
Bei Brian May wäre ich da auch vorsichtig. Kennst Du die "Star Fleet"-Soloplatte mit Eddie Van Halen? Das ist ja eine ganz andere Baustelle als sonst, trotzdem klingt es irgendwie nach May. Ich finde, selbst akustisch klingt er nach sich.

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Spanish Tony
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Spanish Tony » Fr 13. Okt 2017, 09:02

May hat mal selbst gesagt, wie wichtig sein Sound für ihn ist und wie sehr gutes Spiel davon abhängig ist. Mit schlechten Sounds kann er nicht mehr spielen...sagt er

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spanking the plank
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon spanking the plank » Fr 13. Okt 2017, 09:04

Spanish Tony hat geschrieben:May hat mal selbst gesagt, wie wichtig sein Sound für ihn ist und wie sehr gutes Spiel davon abhängig ist. Mit schlechten Sounds kann er nicht mehr spielen...sagt er


Da ist er nicht allein. Wer kann schon gut mit einem Scheiß-Sound spielen.

M. a. W. Dummes Gelaber - auch wenn es von Herrn Prof. Dr. May kommt

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Reinhardt
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Reinhardt » Fr 13. Okt 2017, 09:40

Spanish Tony hat geschrieben:May hat mal selbst gesagt, wie wichtig sein Sound für ihn ist und wie sehr gutes Spiel davon abhängig ist. Mit schlechten Sounds kann er nicht mehr spielen...sagt er

So wie Brian May möchte ich auch nicht mehr spielen können.

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Matt 66
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Matt 66 » Fr 13. Okt 2017, 11:13

Ich habe mich bislang ja bewusst zurückgehalten, aber jetzt muss es doch raus:
Ich finde die Freischladers und Bonamassas dieser Welt sterbenslangweilig! Diese Leute kennt man doch nur, weil sie ein Publikum bedienen, das sich noch CDs kauft. Wenn diese Generation ausgestorben ist bzw. der Weg von der Palliativstation zur Konzerthalle zu beschwerlich wird, sind diese Bluesburschen ebenfalls sowas von weg vom Fenster. Deswegen haut ein Bonamassa jedes Jahr 25 CDs auf den Markt, damit er noch so viel Kohle wie möglich abschöpfen kann. Das ist quasi seine persönliche Altersvorsorge. Er weiss, dass es sein Publikum in 15 Jahren nicht mehr geben wird.

Ha! Jetzt geht's mir doch gleich besser. Werde jetzt mal unter die Dusche hüpfen und dann den Tag beginnen...

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Reinhardt
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Reinhardt » Fr 13. Okt 2017, 11:24

Bei Bonamassa gebe ich Dir durchaus Recht, vor allem, wenn man mal selten genug sieht und hört, was der Junge sonst so alles drauf hat und AUCH spielen könnte, aber nicht tut, da er ja nicht blöde ist, sondern zusätzlich auch ein guter Geschäftsmann. Und er wird sich denken, wieso kompliziert, wenn es einfach geht und auch noch Spaß macht.
Bei Freischlader erkenne ich da durchaus noch andere Ambitionen, auch kompositorisch, auch wenn das live schnell auch ins Bluesgefrickel abdriftet. Aber im Studio ist Freischlader mit einer der akribischsten Arbeiter in Europa überhaupt in dem Genre Bluespolizei. Immerhin. Und singen kann er diesbezüglich auch wie kein Zweiter.
Ich habe da mit diesem Southern-Dunstkreis, der das ja teilweise berührt, ehrlich gesagt mehr Probleme.

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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon silversonic65 » Fr 13. Okt 2017, 11:35

Matt 66 hat geschrieben:Werde jetzt mal unter die Dusche hüpfen und dann den Tag beginnen...

Wer das um diese Uhrzeit sagen kann, hat alles richtig gemacht!

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Reinhardt
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Reinhardt » Fr 13. Okt 2017, 12:11

Zu der Zeit macht Spanky bereits Mittagspause.

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spanking the plank
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon spanking the plank » Fr 13. Okt 2017, 12:37

Lieber Multi, stimmt nicht.

Gerade wurde in meinem Büro eine neue Leuchtstoffröhre installiert. Jetzt schau ich aus dem Fenster und sehe blauen Himmel.

Und dabei mache ich noch diverse Anweisungen und Bestellungen und Genehmigungen fertig (Unterschriftenmappe).

noch 1 Std. und 54 Minuten, der Countdown läuft :mrgreen:

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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon tortitch » Fr 13. Okt 2017, 14:05

Matt 66 hat geschrieben: Er weiss, dass es sein Publikum in 15 Jahren nicht mehr geben wird.
.


Bin da skeptisch. Mir begegnen immer wieder relativ junge Leute, die sehr gut Bluesgitarre spielen und das offenbar mögen. Irgendwas an der Musik scheint die sehr anzusprechen. Und dann gibt es neben Freischlader und Bonamassa eine riesige Menge von anderen Musikern, die in die Bluesrichtung gehen (Mayer, Gales, Shephard, Sayce, Oli Brown, David Knowles, Vdelli, Allen Hinds und wer noch alles).
Mein Eindruck ist eher, dass das Genre ordentlich boomt. Dass du das langweilig findest, tut ja nichts zur Sache.

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Reinhardt
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Reinhardt » Fr 13. Okt 2017, 14:31

Ich glaube, er meint was anderes. Denn die Bluespolizei würde nie Leute wie Hinds oder Mayer als "Blueser" der reinen Lehre bezeichnen, da da mehr als drei Akkorde und womöglich sogar Akkorderweiterungen jenseits der 7 und 9 gespielt werden; ebenso wie sie mit dem Clapton nach 1971 gebrochen haben. Der wird ja im Radio gespielt.
Und Leute wie Landau oder Ford und Mayer sowieso ziehen daher ja ein merklich anderes Publikum an. Mayer sogar überwiegend junge Frauen. ;-)
Mg auch daran liegen, dass seine Texte literarisch-komplexer sind als nur morgens aufzuwachen und festzustellen, dass man zu viel gesoffen hat oder die Mutti abgehauen ist.

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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon tortitch » Fr 13. Okt 2017, 15:02

Was meint er dann?

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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon silversonic65 » Fr 13. Okt 2017, 15:10

Zieh dich aus, du alte Hippe un mach disch nakisch!

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Zakk
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Zakk » Sa 14. Okt 2017, 11:29

spanking the plank hat geschrieben:Vielen Dank für die Klarstellung und auch Dir Multi, für Deine Info.

Ich hab nur nachgefragt, weil Henrik Freischlader mit seiner Band am 22.10.2017 in Dresden in der Tante Ju auftritt und ich mir überlege, ihn mir mal anzuschauen. Wenn es "öde" gewesen wäre, hätte ich mir das erspart :-) Ich gebe halt was auf Eure Einschätzungen und Berichte :mrgreen:

Und Du hast ihn in Wetzlar gesehen und gehört? Das war ja der Tourstart.


Hingehen! Macht Spaß.

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Zakk
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Zakk » Sa 14. Okt 2017, 11:44

Zu Matts Ablehnung von Joe Bonamassa und Henrik F.

Ich könnte hier nur nach Sympathie-Gesichtspunkten argumentieren.

Den JB hab ich bei Instagram abonniert. Er postet gern Clips aus seiner Hütte ("Nerdville") oder von seinen Käufen (gern mal die neue Rolex u.ä.). Zwischendurch genehmigt er sich irgendeinen teuren Whiskey. …. Ich wäre als Gitarren-Celebrity mit Alkohol in der Öffentlichkeit übrigens ziemlich zurückhaltend, das nur mal nebenbei. Wenn ich den da rein visuell auf mich wirken lasse, wirkt er nicht so, als ginge es um Spaß oder musikalische Selbstverwirklichung. Ich meine schon, dass er noch Spaß am Spiel hat, ABER die Veröffentlichungen sind sehr Zielgruppen orientiert. Selbst das etwas "freiere Projekt" Rock Candy Funk Party, bedient sich trotz der erkennbaren Spielfreude, ziemlich ausgelutschter Klischees.


Henrik F. finde ich trotz der vielen gitarristischen Klischees als durchaus sympathisch. Da werden Blues-, Funk- u. Rockelemente gemischt. Wenn er eben mal um die Ecke spielt, kann man mal für nen Zwanni hingehen. 100 Km würde ich nicht dafür fahren.

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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon linus » So 15. Okt 2017, 10:55

spanking the plank hat geschrieben:Hi Linus,

den Trademarksound von Brian May bekommt man auch mit einer Humbucker/SC bzw. splitbaren HB-PU Gitarre hin.

Der Trademarksound von David Gilmour war ja immer eine Strat. Nur hat er das Solo bei Another Brick in The Wall mit einer Gibson Les Paul eingespielt.

Gerade heute gibt es equipmenttechnisch 1 Mio. Möglichkeiteno aus einer Strat andere Sounds rauszuholen, dass man gar nicht mehr erkennt, dass es eine ist. Ich halte Trademarksounds bezogen auf "festes Equipment" für eine DER Mythen der Rockmusik.


Ahoi,

wenn Kirk Hammett über einen Fender-Amp spielen müßte, wäre es
vorbei mit seinem Sound, mangels Gain u. Punch in demselben...!

Das er immer noch wie Kirk Hammett spielt (!) steht ja außer Frage -
aber er klingt nicht mehr wie Kirk ;-)

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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Schnabelrock » Mo 16. Okt 2017, 10:06

Man kann sicher nicht so tun, als ob bestimmte Musikrichtungen nicht auch mit bestimmten Sounds zu tun haben.
Tapping erfordert nun mal viel Gain, Djent ebenso + Bassdruck usw. Es hat seine Gründe, warum BB King seinen Sound hatte, wie er ihn hatte und über Kirk Hammets Zeug würde er allenfalls an seinen Standardlicks noch als BB zu erahnen sein. Muss man darüber wirklich noch streiten?

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Matt 66
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon Matt 66 » Mo 16. Okt 2017, 10:27

Schnabelrock hat geschrieben:Tapping erfordert nun mal viel Gain


Das kann man so nun auch wieder nicht sagen...
https://www.youtube.com/watch?v=ZwX4W7iLhEU

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spanking the plank
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Re: Henrik Freischlader und Band

Beitragvon spanking the plank » Mo 16. Okt 2017, 12:00

Fragt mal unseren Matthias, der kriegt aus ner Alba Strat und einem kleinen Marshall Transistoramp alle Sounds der Welt raus including MEDALLIGA


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