Hiptipp

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Tom
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Hiptipp

Beitragvon Tom » Mi 16. Okt 2013, 12:18

Ich probier grad rum und möchte meine Idee mit euch teilen.

Ich finde hip (oder gut oder knorke oder dufte oder cool) klingt es, wenn ich in 3er Gruppierungen (z.B. Triolen, also z.B. bei Satch Boogie) sich wiederholende Figuren spiele die aus 4 Noten bestehen.
Ich finde es ebenso gut, wenn ich in 4er Gruppierungen sich wiederholende Figuren spiele, die aus 3 oder 5 Noten bestehen.

Es verschieben sich die Schwerpunkte der Phrasierung und das geniesse ich.

Vielleicht macht es euch auch Spaß so etwas mal zu versuchen.

Ja, ich weiß, das gibts alles schon.

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Multitone
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Re: Hiptipp

Beitragvon Multitone » Mi 16. Okt 2013, 12:43

das kann ich schon unabsichtlich.

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Tom
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Re: Hiptipp

Beitragvon Tom » Mi 16. Okt 2013, 12:52

don moch äs därr bäwost, Chknabä!

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buttrock
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Re: Hiptipp

Beitragvon buttrock » Mi 16. Okt 2013, 13:10

mache ich oft und gerne. Wahrscheinlich "ein wenig" langsamer als du :mrgreen:

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Darthie
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Re: Hiptipp

Beitragvon Darthie » Mi 16. Okt 2013, 13:52

@ Guitar-Guru Tom

Wovon redest Du? Poste ma'n Video. Bitte.

Zakk_Wylde
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Re: Hiptipp

Beitragvon Zakk_Wylde » Mi 16. Okt 2013, 13:58

Lieber Gitarrenriese,

ich kann das jetzt nur als Fangfrage verstehen. So nach dem Motto: Ich poste mal was ganz Banales, eine Erkenntnis, die jedem halbwegs ernsthaft interessierten Gitarristen seit der letzten Eiszeit geläufig ist, und schaue mal wer sich berufen fühlt, ernsthaft drauf zu antworten.

O.K. ich bin einer der Kandidaten.

Was Du natürlich längst weißt....

Dreiergruppen bei binärem Feeling:

Manche nennen es "3 über 4". Manche "3 gegen 4".

2er- oder 4er-Gruppen bei ternärem Feeling:

"2 (bzw.) 4 gegen 3"

oder auch "2 (bzw.) 4 über 3 usw."

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Basslümmel
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Re: Hiptipp

Beitragvon Basslümmel » Mi 16. Okt 2013, 16:14

Zakk_Wylde hat geschrieben:Manche nennen es "3 über 4". Manche "3 gegen 4".

2er- oder 4er-Gruppen bei ternärem Feeling:

"2 (bzw.) 4 gegen 3"

oder auch "2 (bzw.) 4 über 3 usw."



Hatte ich bei meinen letzten Gangbang auch, dieses Feeling. :Geheimtipp:

Ja, Ja ich bin schon wieder weg und störe Euch Nervis nicht mehr :out:

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Re: Hiptipp

Beitragvon Zakk_Wylde » Mi 16. Okt 2013, 16:21

Basslümmel hat geschrieben:
Zakk_Wylde hat geschrieben:Manche nennen es "3 über 4". Manche "3 gegen 4".

2er- oder 4er-Gruppen bei ternärem Feeling:

"2 (bzw.) 4 gegen 3"

oder auch "2 (bzw.) 4 über 3 usw."



Hatte ich bei meinen letzten Gangbang auch, dieses Feeling. :Geheimtipp:

Ja, Ja ich bin schon wieder weg und störe Euch Nervis nicht mehr :out:



Berichte mal lieber vom Fender.....

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Re: Hiptipp

Beitragvon Basslümmel » Mi 16. Okt 2013, 16:27


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Re: Hiptipp

Beitragvon Tom » Mi 16. Okt 2013, 17:45

Zakk_Wylde hat geschrieben:Lieber Gitarrenriese,

ich kann das jetzt nur als Fangfrage verstehen. So nach dem Motto: Ich poste mal was ganz Banales, eine Erkenntnis, die jedem halbwegs ernsthaft interessierten Gitarristen seit der letzten Eiszeit geläufig ist, und schaue mal wer sich berufen fühlt, ernsthaft drauf zu antworten.


Du würdest dich wundern, wie mittelmäßig ich Gitarre spiele.
Ich kann noch derart viel lernen.....kein Kokettieren!

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Re: Hiptipp

Beitragvon Cat Carlo » Mi 16. Okt 2013, 19:24

Tom hat geschrieben:Ich probier grad rum und möchte meine Idee mit euch teilen.

Ich finde hip (oder gut oder knorke oder dufte oder cool) klingt es, wenn ich in 3er Gruppierungen (z.B. Triolen, also z.B. bei Satch Boogie) sich wiederholende Figuren spiele die aus 4 Noten bestehen.
Ich finde es ebenso gut, wenn ich in 4er Gruppierungen sich wiederholende Figuren spiele, die aus 3 oder 5 Noten bestehen.

Es verschieben sich die Schwerpunkte der Phrasierung und das geniesse ich.

Vielleicht macht es euch auch Spaß so etwas mal zu versuchen.

Ja, ich weiß, das gibts alles schon.

Ick versteh keen Wort. Schreib mal ein paar Noten auf.

Gruß vom Kater

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Re: Hiptipp

Beitragvon Tom » Mi 16. Okt 2013, 20:35

z.B. Am Pentatonik von hoch nach tief V. Lage
is doch: c a g e d c a usw.
wenn du da drinne die foljende Figur von hoch nach tief spielen tust:
c a g
a g e
g e d usw.
und das aber nicht in einem 3er Shema wie Triolen oder Sextolen, sondern in einem 4er Schema wie 16tel oder 8tel,
dann klingt das doch vielversprechend und inspirierend, oder?

Dann wird aus
c a g
a g e
g e d usw.

eher
c a g a
g e g e d usw.

(die Reihenfolge der Töne bleibt gleich, aber die rhythmischen Zählzeiten sind ganz anders).
Zuletzt geändert von Tom am Mi 16. Okt 2013, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hiptipp

Beitragvon Josef K » Mi 16. Okt 2013, 21:51

Also ich hab jetzt die Stammbuchstaben gelernt und kann immer noch nicht Gedichte schreiben :mrgreen:

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Zakk
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Re: Hiptipp

Beitragvon Zakk » Do 17. Okt 2013, 00:25

3 auf 4 bzw. 3 gegen 4 in diesem Sinne sind eben keine Triolen und auch kein 3/4 Takt (usw.)

Es bleibt binär mit einer reizvollen Akzentverschiebung, die ich persönlich absolut undeutsch finde. Deutsch meint für mich alles, was umptata ist. Man verzeihe mir meine platte Sicht.

Das Interessante ist, dass diese Quantisierung durch Akzentbildung absolut automatisch erfolgt. Sobald Du von irgendwelchen Leitern 3er-Gruppen, 4er-Gruppen usw. bildest, ist die erste Note automatisch akzentuiert. Das Ohr macht das ganz automatisch. Man könnte dagegen auch nicht gegen anspielen.

Und da kommen wir zum Thema Fingersätze. Ich sag mal meine Sicht der Dinge: Es gibt immer dann, wenn man eine Leiter spielt, praktisch nur zwei Fälle. Entweder hast Du auf einer Saite zwei Töne oder drei Töne. Es gibt von diatonischen Skalen Fingersätze, da hast du auf jeder Saite 3 Töne. Da sag ich nix neues. Die klingen von sich aus langweilig, wenn die zb. in Triolen auf und abwärts spielst, weil es keine Akzentverschiebung gibt.
Anders ist es für meine Ohren schon, wenn du eine pentatonische Skale in Triolen auf- und abwärts spielst. Dann hast nämlich 4 gegen 3 bzw. 2 gegen 3 (auf Triolenbasis), weil der Fingersatz (2 Töne pro Saite) automatisch eine Gruppenbildung zur Folge hat. Der Hörer hört 2er bzw. 4er Gruppen (je nachdem, wie man das spielt).

Gut, man kann das beliebig steigern.

Was ich damit sagen will ist, das die Fingersätze im Grunde schon die Rhythmik in gewisser Weise präjudizieren. Wenn Sachen unrund klingen, dann kann es sinnvoll sein, die Sache unter dem Blickwinkel des gewählten Fingersatzes zu prüfen. Da kann dann schon der Twist drinne stecken, und man weiß: Aha, Fingersatz ist schuld!

Gruß
Zuletzt geändert von Zakk am Do 17. Okt 2013, 08:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Hiptipp

Beitragvon Tom » Do 17. Okt 2013, 08:25

Zakk, ich finde daß, was du geschrieben hast sehr klar und präzise formuliert.
Darf ich das so für den Unterricht übernehmen (im privaten Bereich)?

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tortitch
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Re: Hiptipp

Beitragvon tortitch » Do 17. Okt 2013, 14:45

Zakk hat geschrieben:Anders ist es für meine Ohren schon, wenn du eine pentatonische Skale in Triolen auf- und abwärts spielst. Dann hast nämlich 4 gegen 3 bzw. 2 gegen 3 (auf Triolenbasis), weil der Fingersatz (2 Töne pro Saite) automatisch eine Gruppenbildung zur Folge hat. Der Hörer hört 2er bzw. 4er Gruppen (je nachdem, wie man das spielt).



Und natürlich ganz besonders, wenn man's noch Legato macht (Pull bzw. Hämmer).

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Re: Hiptipp

Beitragvon tortitch » Do 17. Okt 2013, 14:48

Ich hatte mal von jemandem einen Trick gehört, wie man diese Sachen üben kann. Wenn ich mich recht erinnere ging das so, dass man tatsächlich die gespielte Figur mitzählt (also 1,2,3 oder 1,2,3,4,5) und nicht den Takt.

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Re: Hiptipp

Beitragvon Zakk_Wylde » Do 17. Okt 2013, 15:09

Danke, dass ich hier so ernst genommen werde...

Ich schreib nur aus meiner Erfahrung.

Ich habe mich gefühlte 6-7 Jahre mit einem bestimmten Bug rumgeschlagen. Immer wenn ich Sextolen- oder 16tel-Triolen-Läufe gespielt habe, bin ich rhythmisch rausgekommen bzw. habe die Orientierung verloren. Ich konnte praktisch nicht mehr die erste Note der jeweilen Sextolen-Gruppe fühlen. Was eben schlecht ist, wenn man Fingersätze benutzt, die aus 2 und 3 Tönen pro Saite bestehen. Das ist ja insbesondere der Fall, wenn man sich, wie ich, lange Zeit mit dem Caged System rumgeschlagen hat. Das ist ja nicht verkehrt, weil es im Prinzip die Pentatonik-Shapes (die wir alle kennen u. lieben) abdeckt und weil man Halbtonschritte immer auf eine Saite hat (Vorteil: Auflösungen und Vorhalte schnappen schön rein).

Ich habe dann durch das intensivere Nutzen der 3-Notes-per-String-Formen erkannt, dass die Form im Grunde den Inhalt auch rhythmisch stark prägt.

Und so bin ich meinem persönlichen Bug in meinem Spiel auf die Spur gekommen.

Immer wenn ich sextolische Läufe über Pentatoniken gespielt habe, bin ich in dem Moment rausgekommen, wo ich einen Lagenwechsel vollzogen habe. Dann wird der Akzent auf die zweite oder dritte der jeweiligen 3-Gruppe gelegt. Es bringt einen allerdings nur dann raus, wenn man im Kopf einen anderen Sound hat. Dann kommt es zu einem Denkfehler und alles ist vorbei.

Nachdem ich meinen eigenen persönlichen Stolperdraht entdeckt habe, läuft es im Grunde genommen völlig rund.

Gruß Z.

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Re: Hiptipp

Beitragvon tortitch » Do 17. Okt 2013, 16:19

Im Sextolentempo sind diese Akzentverschiebungen auch wirklich nicht ohne. Respekt.


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