CAGED-"Methode"

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Multitone
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Multitone » Mo 13. Jan 2014, 10:34

Tom hat geschrieben:
Matt 66 hat geschrieben:Das eine schließt das andere doch nicht aus. :dontknow:
Man kann an seinem Ton arbeiten UND sich das Griffbrett erschließen. :Geheimtipp: ;-)


Das ist eben ein üblicher Reflex auf analytisches, theoretisches, den ich auch nicht "verstehe". :mrgreen:

"Rüdiger spielt zwar gut, aber Horst hat einfach mehr Feeling, weil er gar keine Fingersätze kennt...."

Um dieses "weil" geht es. Da scheint ein tiefes Misstrauen drinzustecken. Oder eine vorangegangene "Demütigung" a la "das lernst du nie".
An bloße Faulheit glaube ich nicht; Faulheit gibt es in meiner Weltsicht nicht. Da steckt immer ein Frust in der Faulheit.
Meist ein Selbstwertproblem. Das sag ich als Gitarrenlehrer und -spieler.


Stimmt. Technik und Geschmack schließen sich nicht aus.
Nur letzteres kann man schlechter lernen und sollte daher nicht vernachlässigt werden.

Ah, ich weiß, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Ok, nennen wir es also besser Stilgefühl.

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Markus
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Markus » Mo 13. Jan 2014, 10:41

Am besten ist: Einfach nicht quatschen, sondern spielen :flower:

http://www.youtube.com/watch?v=7hobbUGTdbk

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Multitone
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Multitone » Mo 13. Jan 2014, 10:50

Markus hat geschrieben:Am besten ist: Einfach nicht quatschen, sondern spielen :flower:

http://www.youtube.com/watch?v=7hobbUGTdbk


vorher kommt aber noch:
Nicht löten, sondern spielen. ;-)

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tortitch
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon tortitch » Mo 13. Jan 2014, 13:26

Ich kann dem Zakky nur zustimmen, besonders was das Üben von "verschachteltem Mist" betrifft. Kenne ich von mir selbst, - bringt nichts. Viel besser: einfach ein Stück einüben und das spielen, am besten natürlich in der Band. Einfach spielen und sich daran freuen, dass da plötzlich Musik ist, wo eben nur ein muffiger Übungsraum war.

Ja, ja, das Thema ist mit Zakkys Ausführungen reichlich weit aufgebohrt, na und? Ist doch üblicher Threadverlauf.

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Multitone
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Multitone » Mo 13. Jan 2014, 13:56

tortitch hat geschrieben:Ich kann dem Zakky nur zustimmen, besonders was das Üben von "verschachteltem Mist" betrifft. Kenne ich von mir selbst, - bringt nichts. Viel besser: einfach ein Stück einüben und das spielen, am besten natürlich in der Band. Einfach spielen und sich daran freuen, dass da plötzlich Musik ist, wo eben nur ein muffiger Übungsraum war.

Ja, ja, das Thema ist mit Zakkys Ausführungen reichlich weit aufgebohrt, na und? Ist doch üblicher Threadverlauf.


Eben, wenn man das Wortspiel "CAGED" mit einbezieht, sind wir ja mehr denn je beim Thema!

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buttrock
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon buttrock » Mo 13. Jan 2014, 14:47

Ich hab ja angefangen Gitarre zu lernen um in einer Band zu spielen und nicht umgekehrt. Da laeuft man dann weniger Gefahr sich allzuviel mit Sachen zu beschaeftigen, die einen ehr unbefriedigt zurueck lassen. Natuerlich waere es am Besten, wenn man technisch und theoretisch fit, mit einem tollen Ton gesegnet und auf moeglichst vielseitige Art stilsicher waere. Selbst fuer engagierte Hobbyisten reicht dafuer halt nicht immer die Zeit. Dann muss man sich halt klar machen was man will und Prioritaeten setzten. Mit mangelendem Selbstwertgefuehl oder Demuetigungen hat das doch nichts zu tun, wenn man sich gegen Analytik und Theorie entscheidet und lieber Rolling Stones Songs raushoert. Nur damit ich auch mal was geschrieben habe.
Mir persoenlich hat btw diese 3 Noten/Saite Skalaneinteilung am ehesten geholfen mich aufm Griffbrett zurechtzufinden.

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Zakk » Di 14. Jan 2014, 11:38

Wenn hier Interesse am Thema Fingersätze geweckt wurde, würde ich alternativ empfehlen sich mich den 3-Notes-per-String-Fingerings zu beschäftigen.

http://guitarmodus.com/vol4/images/3-no ... erings.png

Ohne das jetzt im Detail erläutern zu wollen… Diese Sätze eröffnen eine Menge Vorteile…..


- 7 statt den üblichen 5 Griffbrettpositionen. Dadurch leichtere Lagenwechsel, außerdem kein Niemandsland mehr auf dem Griffbrett. Jede (!) Lage eröffnet eine Position.

- Rhythmische Vereinfachungen (3 Noten pro Saite). Patterns können durchgerattert werden…. ;-)

- Und für mich sehr wichtig: Arpeggios sind leichter spielbar. Ich sweepe nicht bzw. nur vereinzelt, sondern picke gerne Arpeggios mit Wechselschlag. Bei den bekannten hergebrachten Fingersätzen funktioniert das nicht so richtig. Durch die 3-Notes-per-String-Muster hat man mehr Terzen auf einer Saite, was das Spielen von Arps erleichtert. Ich spiele gerne bestimmte Arps wie beispielsweise in Moll 1 2 -3 5 8 9 -10 12 usw. oder in Dur 1 2 3 5 8 9 10 usw. Diese Dinger sind dadurch gut spielbar…


Der Aha-Effekt stellt sich allerdings erst nach geraumer Zeit ein, wenn man die Sätze verinnerlicht hat….

Wäre jetzt mal meine Empfehlung.

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon buttrock » Di 14. Jan 2014, 12:44

Hab ich fast von Anfang an so gemacht. Find ich definitv "natuerlicher".

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon raana3800+ » Di 14. Jan 2014, 14:48

Bei den 3-notes-per-string-Sachen konnte ich mich leider noch nie entscheiden, ob ich in der Mitte den Stinke- oder Ringfinger angenehmer finde, und habe die dadurch noch nie richtig vernünftig geübt :-(

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon tortitch » Di 14. Jan 2014, 14:54

Ich hatte das vor ein paar Jahren mal gelernt und hatte dann erst später entdeckt, dass es auch diese Fingerings mit den 5 Positionen gibt, was ich nicht mehr einleuchtend fand, weil sich die Sieben ja auch ganz "natürlich" aus den Modes ergab. Außerdem ist die Gleichmäßigkeit mit den drei Noten pro Saite auch spielökonomisch von Vorteil.

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon tortitch » Di 14. Jan 2014, 14:55

raana3800+ hat geschrieben:Bei den 3-notes-per-string-Sachen konnte ich mich leider noch nie entscheiden, ob ich in der Mitte den Stinke- oder Ringfinger angenehmer finde, und habe die dadurch noch nie richtig vernünftig geübt :-(


Ringfinger?

Abgefahrene Idee!

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Josef K » Di 14. Jan 2014, 15:00

raana3800+ hat geschrieben:Bei den 3-notes-per-string-Sachen konnte ich mich leider noch nie entscheiden, ob ich in der Mitte den Stinke- oder Ringfinger angenehmer finde, und habe die dadurch noch nie richtig vernünftig geübt :-(


Machs nicht wie ich. Ich hab lange versucht beide Möglichkeuten zu üben. Besser man entscheidet sich für eine Variante und übt die dann konsequent......
Zuletzt geändert von Josef K am Di 14. Jan 2014, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon raana3800+ » Di 14. Jan 2014, 15:01

tortitch hat geschrieben: Ringfinger?

Abgefahrene Idee!


Das fühlt sich aber für mich, bei z.B. Dur, 1. Position abwärts nicht richtig an :dizzy:

Hab aber eh so verkrüppelte Stummelfinger :facepalm:
Zuletzt geändert von raana3800+ am Di 14. Jan 2014, 15:03, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Josef K » Di 14. Jan 2014, 15:01

:?:

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon raana3800+ » Di 14. Jan 2014, 15:02

Josef K hat geschrieben:Machs nicht wie ich. Ich hab lange versucht beide Möglichkeuten zu üben. Besser man entscheidet sich für eine Variante und übt die dann konsequent......


Ja, da hab ich mir das damals wohl auch verhunzt :mad: :oops:

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon tortitch » Di 14. Jan 2014, 15:02

raana3800+ hat geschrieben:
Hab aber eh so verkrüppelte Stummelfinger :facepalm:


Dann wär vielleicht Schlagzeug was für dich?

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon buttrock » Di 14. Jan 2014, 15:06

tortitch hat geschrieben:
raana3800+ hat geschrieben:Bei den 3-notes-per-string-Sachen konnte ich mich leider noch nie entscheiden, ob ich in der Mitte den Stinke- oder Ringfinger angenehmer finde, und habe die dadurch noch nie richtig vernünftig geübt :-(


Ringfinger?

Abgefahrene Idee!

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Josef K » Di 14. Jan 2014, 15:07

raana3800+ hat geschrieben:Hab aber eh so verkrüppelte Stummelfinger :facepalm:



Keine Ausreden bitte ;-) Hab mal einen Asiaten gesehen mit 'Wurstfingern'...Hat trotzdem Holdsworth-Sachen gespielt :dontknow:

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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Matt 66 » Mi 15. Jan 2014, 11:27

Josef K hat geschrieben:
raana3800+ hat geschrieben:Bei den 3-notes-per-string-Sachen konnte ich mich leider noch nie entscheiden, ob ich in der Mitte den Stinke- oder Ringfinger angenehmer finde, und habe die dadurch noch nie richtig vernünftig geübt :-(


Machs nicht wie ich. Ich hab lange versucht beide Möglichkeuten zu üben. Besser man entscheidet sich für eine Variante und übt die dann konsequent......



:nono: Man braucht eigentlich beide Varianten. Wenn man es wirklich ernst meint. Natürlich kann man auch mit nur einer glücklich werden. Hängt auch davon ab, in welchen Griffbrettregionen man spielt. Ich nehme meistens den Mittelfinger, aber in hohen Lagen auf den tiefen Saiten... da wird`s schon schwierig, v.a. wenn die Klampfe relativ tief hängt.

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Tom
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Re: CAGED-"Methode"

Beitragvon Tom » Mi 15. Jan 2014, 11:45

Matt 66 hat geschrieben:Man braucht eigentlich beide Varianten. Wenn man es wirklich ernst meint.

:up: :closed:


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