Klassik-Konzerte

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Speed
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Klassik-Konzerte

Beitragvon Speed » So 21. Mai 2017, 18:24

Ich war heute mal wieder bei uns in Braunschweig auf einem Sinfonie-Konzert (Telemann, Strawinski, Beethoven).
Gut zwei Drittel der Besucher sahen aus, als hätten sie schon der Uraufführung der Stücke beigewohnt.
Ich frage mich, was in 10-15 Jahren sein wird, wenn diese Menschen nicht mehr da sind bzw. nicht mehr in der Lage sein werden, ein Konzert zu besuchen. Finden dann keine Klassik-Konzerte mehr statt? Müssen wir dann nach Ostasien, um einem klassischen Konzert beizuwohnen, wo man – wie man an der großen Zahl chinesischer und japanischer Musiker sehen kann – der Musik europäischer Komponisten offensichtlich mehr Wertschätzung entgegenbringt?

Dass der NDR sich nicht zu blöde ist, die grandiose Eröffnung der Elbphilharmonie von der Schreckschraube Schöneberger moderieren zu lassen (was kommt als Nächstes: Mario Barth moderiert aus dem Vatikan die Erteilung des Ostersegens durch den Papst?), macht auch keinen Mut.
Eine Kulturnation schafft sich ab.

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Tom
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Tom » So 21. Mai 2017, 20:03

Kultur hat nichts mit Nationen zu tun. :nono: :nono: :nono: :nono:

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tortitch
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon tortitch » So 21. Mai 2017, 20:09

Tom hat geschrieben:Kultur hat nichts mit Nationen zu tun. :nono: :nono: :nono: :nono:


Wie kommst du denn darauf?

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Han Solo
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Han Solo » So 21. Mai 2017, 20:44

Ich würde das nicht so pessimistisch sehen. Klassik wird immer beliebt sein.

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Speed
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Speed » So 21. Mai 2017, 20:56

Tom hat geschrieben:Kultur hat nichts mit Nationen zu tun. :nono: :nono: :nono: :nono:


Hi Tom,

ich glaube,ich verstehe, was Du meinst, aber ich sehe das anders.
Man wird in der Schule, durch die Eltern etc. sozialisiert, und zwar auch mit einer bestimmten Art von Kultur. Und das wirkt sich doch unweigerlich auf die Kultur aus, die man selbst erschafft.
Dadurch ist mir z. B. deutsche, europäische und US-amerikanische Kultur sehr viel näher (weil bekannter) als arabische, afrikanische, fernöstliche etc. Und das ist nicht wertend gemeint.

Nichtsdestotrotz ist für mich Kultur auch grenzüberschreitend und menschenverbindend und daher ich lehne z. B. so etwas wie den Eurovision Song Contest grundlegend ab, weil ich den Nationalbezug dort auch nicht sehe. Da stimmen wir wahrscheinlich überein.

Zu meinem Ausgangsposting:
Obwohl ich sicherlich nicht das bin, was man einen Patrioten nennt, finde ich es erstaunlich, wie viele großartigen Künstler von Weltrenommee Deutschland hervorgebracht hat (Musik: Beethoven, Bach u.a.; Literatur: Goethe, Hesse, T. Mann, Grass u. a.). Und als Kunstliebhaber fühle ich mich als Deutscher ein Stück weit verpflichtet, auch und gerade das deutsche kulturelle Erbe hochzuhalten und zu pflegen. Ich habe gerade den Eindruck, dass Beethoven in Japan höheres Ansehen genießt als in unseren Landen. Und das ist für mich ein Zeichen, dass wir kulturell verflachen und unser Erbe verkommen lassen.

Grüße
Speed

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Han Solo
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Han Solo » So 21. Mai 2017, 21:27

Speed hat geschrieben:Nichtsdestotrotz ist für mich Kultur auch grenzüberschreitend und menschenverbindend und daher ich lehne z. B. so etwas wie den Eurovision Song Contest grundlegend ab, weil ich den Nationalbezug dort auch nicht sehe. Da stimmen wir wahrscheinlich überein.


Das ist eine Spaßveranstaltung, die man doch nicht wirklich ernst nehmen kann. Oder lehnst Du auch die Fußball-WM ab? Schon allein der Gedanke, Songs in einem Wettkampf gegeneinander antreten zu lassen, ist doch pure Ironie.

Ich habe gerade den Eindruck, dass Beethoven in Japan höheres Ansehen genießt als in unseren Landen.


Und woran machst Du das fest?

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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Keef » Mo 22. Mai 2017, 10:20

Tom hat geschrieben:Kultur hat nichts mit Nationen zu tun. :nono: :nono: :nono: :nono:

Wie immer sie auch ist…

https://www.youtube.com/watch?v=KxtKfqprKlM

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Tom
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Tom » Mo 22. Mai 2017, 10:41

tortitch hat geschrieben:
Tom hat geschrieben:Kultur hat nichts mit Nationen zu tun. :nono: :nono: :nono: :nono:


Wie kommst du denn darauf?


Ach Mist, ich wollte eigentlich schreiben: Nationen haben nichts mit Kultur zu tun, sorry.

Ich wollte eine Spitze gegen den Begriff der Leitkultur loswerden.
Das ständige mia san mia ist halt die Scheisse per se :dontknow:

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Matt 66
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Matt 66 » Mo 22. Mai 2017, 12:32

Ich bin da seit jeher recht pauschal und rigoros: Die westlichen Industriegesellschaften degenerieren seit Jahrzehnten! Egal ob soziokulturell oder intellektuell. Ja, ich bin Kulturpessimist, aber nicht per se, sondern als Ergebnis langer Beobachtung. Ich habe ja berufsbedingt viel mit jungen Menschen zu tun. Glaubt mir, die werden immer blöder, unanständiger, respektloser,... kurz: unzivilisierter. Aber das ist jetzt ein Fass, das ich gar nicht aufmachen möchte.
Was Klassische Musik betrifft: wie bei jeder Musik kommt es sehr stark darauf an, wie man an die Sache herangeführt wird. Wenn das Elternhaus und die peer group keine Klassische Musik hören, ist es höchst unwahrscheinlich, dass man als Kind /Teenager plötzlich ein Interesse für Bach, Mozart oder Strawinsky entwickelt. Von Renaissance Musik ganz zu schweigen... Man muss in gewisser Weise lernen, solche Musik zu hören. Das setzt eine gewisse Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft des Hörers voraus. Man hört nur, was man weiß!!! Ist im Jazz im Grunde ähnlich. Tja, und wie lernbereit und aufmerksam Kinder heutzutage in der Regel sind... :haha: Woher soll dann bitte ein Interesse an Klassischer Musik kommen?

Ich gehe aber sogar noch einen Schritt weiter: 90 Prozent des von Dir angesprochenen Klassik-Publikums, also diejenigen, die tatsächlich hingehen, verstehen auch nicht, was sie da hören!!! Da geht's doch mehr um Dinge wie "Schatz, wir waren schon lange nicht mehr im Konzert, außerdem könntest Du da mal den neuen Anzug anziehen, den wir neulich gekauft haben." oder "Dieser Lang Lang, der war doch neulich im TV, also den möchte ich auch mal live sehen. Und ich habe ja bald Geburtstag, gelle!" Und dann ist da noch die Sehen-und-gesehen-werden-Abteilung...

Ein Faktor, der sicher auch eine Rolle spielt, aber nicht nur im Klassikbereich (siehe z.B. die Stones), sind die Ticketpreise. Wir waren letzten Herbst bei Hilary Hahn in der Philharmonie. Ja, wenn Du da danach noch was trinken gehen willst und mit der S-Bahn hin und herfährst, sind da mal ganz locker 250 Euro weg - ohne Abendessen! Das war es mir in diesem Fall ganz sicher wert, aber wer kann sich sowas jeden Monat leisten? Das sind die gutbetuchten Frührentner, die man auch bei den Stones sieht...

Ich muss jetzt was essen...

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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon silversonic65 » Mo 22. Mai 2017, 12:46

Matt 66 hat geschrieben:...viel mit jungen Menschen zu tun. Glaubt mir, die werden immer blöder, unanständiger, respektloser,... kurz: unzivilisierter.
...

Diese Beobachtung muss ich leider teilen... digitale Demenz spielt da in meinen Augen auch eine Rolle!

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Tom
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Tom » Mo 22. Mai 2017, 13:03

edit: mein Beitrag war vor dem Kulturpessimisten und Kinderhasser geschrieben….

Und zur Klassik: ich würde Beethoven eher in der Wiener Klassik verorten - andererseits war Mozart eigentlich Augsburger - - :haha:
das funktioniert so nicht, mit den Nationen. Eher mit aus dem musikalischen Text heraus argumentierten Ähnlichkeiten bzw. in der Musik nachweisbaren Zusammenhängen.
Beethoven - Mozart - Schubert Wiener Schule 1
- allerdings: das Qui tollis aus der C-Moll Messe (Mozart) hat einen starken Bach Bezug
Bach - Telemann
allerdings ist der Thematische Umgang bei Bach schon so stark individuell ge
Ockeghem - Josquin du Prez - Dufay
aber das sind alles völlig plakative Beispiele
bei der 2.ten Wiener Schule Schönberg - Berg - Webern funktionierts schon nicht mehr so gut; Webern ist eine komplett andere Herangehensweise als die eigentlich spätromantischen Schönberg und Berg….
usw.

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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Zakk_Wylde » Mo 22. Mai 2017, 13:26

Ich habe den ganzen Klassik-Betrieb sowieso nicht verstanden. Wo ist das Reizvolle immer wieder die gleichen Werke zu hören, nur jedes Mal von wem anderes gespielt? Interpretation hin oder her.... Die Daseinsberechtigung der Darbietenden hat sich doch mit Tonträgern relativiert. O.k. es geht ums live mukken.... verstehe schon .... kommt der Tonträger nicht ran..... aber .... ach nee....


Und die Schönerberger geht ja mal gar nicht. Genau so wie der Bommes-Idiot. Hätten sie doch wen anders genommen. ....

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Matt 66
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Matt 66 » Mo 22. Mai 2017, 13:55

Zakk_Wylde hat geschrieben:Wo ist das Reizvolle immer wieder die gleichen Werke zu hören, nur jedes Mal von wem anderes gespielt?


Nun, zum einen unterscheiden sich insbesondere im Kammermusikbereich die Interpretationen zum Teil erheblich, zum anderen - und das ist für mich persönlich der viel wichtigere Punkt - gibt es einfach wahnsinnig viele Werke zu entdecken. Ich habe noch längst nicht alles durch. :roll:

Was mich am meisten stört ist eigentlich, dass das ganze Konzertwesen v.a. auf Musik ab dem Barockzeitalter abzielt. Musik vor 1600 findet man im Vergleich viel zu wenig. Aber auch da gilt: das muss man Hören lernen, und das tun die Wagnerianer und Pianoliebhaber nur sehr ungern...

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lady starlight
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon lady starlight » Mo 22. Mai 2017, 16:24

Zakk_Wylde hat geschrieben:Ich habe den ganzen Klassik-Betrieb sowieso nicht verstanden. Wo ist das Reizvolle immer wieder die gleichen Werke zu hören, nur jedes Mal von wem anderes gespielt? Interpretation hin oder her.... Die Daseinsberechtigung der Darbietenden hat sich doch mit Tonträgern relativiert....


Du hast theoretisch nicht ganz unrecht, sing aber einmal bei Beethovens 9. oder Carmina Burana mit...dann merkst du den - meiner Meinung nach - gewaltigen Unterschied - und das sind jetzt wirklich die plakativsten Beispiele...Palestrina ist nicht mehr jedermanns Sache ;-)

:flower:

lgls

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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Zakk_Wylde » Mo 22. Mai 2017, 18:11

lady starlight hat geschrieben:
Zakk_Wylde hat geschrieben:Ich habe den ganzen Klassik-Betrieb sowieso nicht verstanden. Wo ist das Reizvolle immer wieder die gleichen Werke zu hören, nur jedes Mal von wem anderes gespielt? Interpretation hin oder her.... Die Daseinsberechtigung der Darbietenden hat sich doch mit Tonträgern relativiert....


Du hast theoretisch nicht ganz unrecht, sing aber einmal bei Beethovens 9. oder Carmina Burana mit...dann merkst du den - meiner Meinung nach - gewaltigen Unterschied - und das sind jetzt wirklich die plakativsten Beispiele...Palestrina ist nicht mehr jedermanns Sache ;-)

:flower:

lgls


Das kann alles sein. Ich hab keine Hörerfahrung mit "der" Klassik. Ich mag Bach ganz gerne, hab da aber echt keine Kenntnisse.

Mit fehlt der Beat....

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Tom
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Tom » Mo 22. Mai 2017, 18:22

Matt 66 hat geschrieben:Was mich am meisten stört ist eigentlich, dass das ganze Konzertwesen v.a. auf Musik ab dem Barockzeitalter abzielt. Musik vor 1600 findet man im Vergleich viel zu wenig. Aber auch da gilt: das muss man Hören lernen, und das tun die Wagnerianer und Pianoliebhaber nur sehr ungern...


wer wagner ernst nimmt muss auch diesen hören lernen, du tust grad so als wäre das im Vergleich zur Polyphonie unterkomplex :facepalm:

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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Matt 66 » Mo 22. Mai 2017, 20:14

Dein :facepalm: kannst Du Dir gepflegt wo hinschieben. Wo habe ich denn das geschrieben??? :dontknow:

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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Fourtyfour » Mo 22. Mai 2017, 20:43

Ich habe in mehreren Jahren weniger als eine Handvoll beiträge geschrieben, aber hier juckt es:

wer behauptet, Kinder und Jugendliche werden dümmer oder frecher, kennt nicht annähernd so viele, um das überhaupt behaupten zu können. Das ist nun wirklich eine sehr verknöcherte Darstellung. Zunächst einmal gibt es genau diese Behauptung schon mehr als 2000 Jahre. Wenn es denn wahr wäre, müssten wir heutzutage ziemlich rauhe Gesellen sein.
Wer eigene Kinder (gerne auch Neffen, Nichten oder jüngere Geschwister) hat, kann feststellen, dass bei Jugendlichen vielleicht Ansichten und Ausdrucksformen anders sind, vielleicht sogar schockierend, das war zu unserer jungen Zeit gegenüber den Älteren aber nicht anders. Ausdrücke gegenüber anderen, wie etwa "Spasti" oder "behindert" (höre ich oft), sind zwar aus unserer Sicht extrem geschmacklos, werden aber von Jugendlichen nicht so wahr genommen. Man muss das nicht mögen, war auch nur ein Beispiel.
Ich kann versichern, dass diese Diskrepanz in Ausdrucksweise und Ansichten spätestens aufhört, wenn die Kinder 25 oder 30 sind und wir 60 oder 70. Eigene Kinder, die man kontinuierlich beobachten kann, helfen bei dieser Sichtweise.
Übrigens, es schließt sich überhaupt nicht aus, Pokemon-Go zu spielen und Klassik zu hören, oder Comics zu lesen und ein Kunstmuseum zu besuchen...

Zu klassischen Konzerten: wer mal den doch recht abgenudelten Bolero live von einem Orchester gehört hat, möchte den von CD nicht mehr genießen. Muss ich nicht weiter drauf eingehen; man muss hier nicht wirklich über das Erlebnis von Livemusik reden, oder?
Was ich wahr nehme, ist dass bei den üblichen Konzerten tatsächlich kaum Kinder und Jugendliche sind, aber das mag vielleicht auch mit Eintrittspreisen und Uhrzeit zusammen hängen. Ich finde es auch i.O., wenn 16, 18jährige zu was anderes Lust haben, als auf ein klassisches Konzert. Da ist, glaube ich, einfach kein großes Interesse. Das kommt erst später! Und zwar geweckt durch Kinder- und Jugendkonzertveranstaltungen, die sonntags morgens statt finden, wenn wir noch verkatert im Bett liegen. Die Veranstaltungen, die ich kenne, sind immer ausverkauft. Alle öffentlich geförderten Institutionen wie Orchester, Theater und Museen bieten solche Kinderveranstaltungen an. Gut, in einigen Städten mehr in einigen Landkreisen weniger. Muss man grundsätzlich nur mal wahr nehmen. Und wie beschrieben, werden diese Veranstatungen auch gut besucht, zu kleinem Preis. D.h. heutzutage wird eigentlich allen Bevölkerungruppen Hochkultur angeboten, und die war noch nie so leicht und billig zu haben. Vor 200 Jahren ist kein Arbeiter in die Oper gegangen.

Nun sollte man doch nicht wirklich glauben, die Klassik verschwände genau jetzt. Warum sollte das nach 200 oder 400 Jahren klassischer Komposition denn ausgerechnet jetzt passieren? Wer das glaubt, meint auch, dass Außerirdische ausgerechnet in seinem Leben auf der Erde landen, obwohl sie uns schon seit Millionen von Jahren beobachten...

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Cat Carlo
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Cat Carlo » Mo 22. Mai 2017, 20:50

fourtyfour: :up:

P.S.: Wir sind schon hier.

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Tom
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Re: Klassik-Konzerte

Beitragvon Tom » Mo 22. Mai 2017, 22:19

Matt 66 hat geschrieben: Wo habe ich denn das geschrieben??? :dontknow:

Na genau in deinem Beitrag davor


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