Josef K hat geschrieben:*aufzettelnotier*
Ohne Skalen, aber abgefahren? Bitteschön:
Carl Verheyen - Improvising without scales
Sehr dünn, sehr teuer, Material für Jahre des Übens.

Josef K hat geschrieben:*aufzettelnotier*
Multitone hat geschrieben:Sehr dünn, sehr teuer, Material für Jahre des Übens.
raana3800+ hat geschrieben:Ich sach nur: Backen ohne Mehl!
raana3800+ hat geschrieben:Auch der Carl muss einsehen, eine Skala ist ein Akkord, wie ein Akkord eine Skala.
Da möcht' ich Dir widersprechen. Wenn jemand anfängt, Japanisch oder Chinesisch zu lernen, stellt er sich scheinbar einer großen Herausforderung. Er wird dann ziehmlich schnell mit Gramatik (s. a. Harmonielehre) konfrontiert und fängt wie wild an, Vokabeln zu pauken. Dabei sind die Sprachen total einfach. Ohne sich ülberhaupt mit Gramatik beschäftigt zu haben, ohne üben, kann man das perfekt schaffen. Perfekter als mit Gramatik. Millionen Kinder machen es doch vor.
3.)
Hier mal ein Beispiel von einem Pianisten, der mit der Musik "spielt". Ich habe ihn auf einer Platte von 65, dort steht geschrieben:
Solal fing zu spielen an - "The End of a Love Affair" - drei, vier Versionen - jede so vollkommen anders, als sei es jedesmal ein anderes Stück....
http://www.youtube.com/watch?v=HPfsIjuq ... re=related
Bitte, es geht hier nicht darum, in Mantafahrer Manier zu zeigen, wie schnell und kompliziert man spielen kann. Wir sind hier ja schließlich nicht bei einem Rock-Konzert! Nee, der Mann fühlt das, was er spielt, es macht ihn einfach Spaß, dieser Klang, das Springen zwischen Ideen, das verbiegen der Melodien, die man nur noch bei ganz konzentriertem hinhören raushört. Aber man hört sie raus! Es ist ebend nix abstraktes, was er spielt.
Der Stil gefällt hier sicher nicht jedem, darum geht es ja auch nicht, sondern um die Mechanismen die dahinter stehen. Die sind sicher auch für andere interessant.
5.)
Klar, sind bei Sprache und auch bei Musik "Standartfolgen" die Regel, Leute die man kennt, haben auch immer wieder die gleichen Sprüche drauf oder einen bestimmten Sprachstil. In irgendeiner Weise muß das im Hirn fest verdrahtet sein. Trotzdem üben sie eine "Diskussion" nicht vorher ein. Also üben, um Spieltechniken, um Abläufe, Harmoniefolgen und Phrasen im Portfolio zu haben. Aber nicht (nur) ausgearbeitete Stücke auswendig lernen. Damit wären wir dann wieder in der Ausgangsfragestellung des Thread.
Es ist für mich eine traumhafte Vorstellung, einfach nach "Schnauze" zu spielen.
würden, ist m.E. unhaltbar. Wer spielt denn Jazz mit derartigen Vorgaben? Geh mal auf eine Jazz-Jam. Habe ich noch nie gehört. Oder meintest Du das auf andere Musikstile bezogen. Rock? Da gibt es sowas in Maßen. Pink Floyd-Opern usw. Na ja....die (nur) ausgearbeitete Stücke auswendig lernen
Zakk_Wylde hat geschrieben:Ich war einmal auf einem Konzert von Carl Verheyen. Nach eine halben Stunde bin ich gegangen. Ich habe es nicht ausgehalten.
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